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Lehrte Prozess am Landgericht: Brutalem Randalierer droht die Psychiatrie
Aus der Region Region Hannover Lehrte Prozess am Landgericht: Brutalem Randalierer droht die Psychiatrie
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00:15 16.06.2019
Das Landgericht in Hildesheim verhandelt gegen einen 34-Jährigen, der in Lehrte mehrfach randaliert und Menschen verletzt hat. Quelle: Symbolbild
Lehrte/Hildesheim

Er hat randaliert, gepöbelt, Faustschläge verteilt und am Heidering in Lehrte sogar eine 89-jährige Frau attackiert. Jetzt wird dem 34-Jährigen, der im April 2018 mehrere Tage hintereinander für Polizeieinsätze in Lehrte gesorgt hat, der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat den Mann unter anderem wegen Körperverletzung in fünf Fällen angeklagt. Der Prozess gegen ihn beginnt am Mittwoch, 19. Juni – und vermutlich endet er mit der Einweisung des offenbar psychisch kranken Mannes in die geschlossene Psychiatrie.

Faustschläge in der Kolonie Feierabend

Die Szenen, um die es nun im Prozess gehen wird, spielten sich unter anderem am 3. April im Norden Lehrtes ab. Dort soll der Angeklagte leicht angetrunken zunächst in der Kleingartenkolonie Feierabend randaliert haben. Ein Kleingärtner habe den Mann aufgefordert, das Gelände zu verlassen – und als Antwort darauf mehrere heftige Faustschläge ins Gesicht erhalten. Die Folge waren laut Anklageschrift Frakturen und Platzwunden bei dem Kleingärtner. An der Nordstraße ging die Randale dann weiter. Dort soll der 34-Jährige einen Passaten gegen die Brust geschlagen haben.

Am 7. April gingen die Gewalttaten weiter, und zwar im Heidering. Dort soll der 34-Jährige laut damaligem Polizeibericht zunächst die Tür im Gartenzaun einer 89-Jährigen demoliert haben. Anschließend habe er noch versucht, die Haustür der Frau einzutreten. Als die Seniorin den Mann zur Rede stellte, schubste dieser sie. Die Frau stürzte und verletzte sich dabei leicht. Als der Mann zu einem Schlag ausholte, konnten Zeugen gerade noch rechtzeitig dazwischen gehen.

Attacke mit einer Plastikbierflasche

Kurze Zeit später ging die Randale in der Obdachlosenunterkunft an der Nordstraße weiter. Dort versuchte der 34-Jährige, eine Passantin mit einer Plastikbierflasche zu verprügeln. Die Frau konnte jedoch ausweichen. Als ein weiterer Zeuge, ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, hinzukam, kassierte dieser einen Faustschlag ins Gesicht, der ihm das Nasenbein brach. Auch auf weitere Zeugen ging der Randalierer los, trat einen davon in den Rücken. Die Polizei musste eingreifen und den 34-Jährigen aus dem Verkehr ziehen.

Wenige Tage später ging es weiter mit den gefährlichen Ausrastern des Angeklagten. Auf dem Platz vor dem City-Center an der Burgdorfer Straße zerschmetterte der Mann spätabends mehrere Glasflaschen. Dann pöbelte er Passanten an. Und selbst vor Polizeibeamten machten die Beschimpfungen keinen Halt. Der alkoholisierte Randalierer kam erst in Gewahrsam, später wies ihn ein Arzt in ein psychiatrisches Krankenhaus ein.

Mann leidet offenbar unter Schizophrenie

Nach dem nun anstehenden Prozess könnte die geschlossene Abteilung der Psychiatrie zum dauerhaften Aufenthaltsort des 34-Jährigen werden. Laut Anklageschrift soll er an einer paranoiden Schizophrenie leiden und zudem abhängig von Alkohol und Schmerzmitteln sein.

Von Achim Gückel

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