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Lehrte Neue Gerätewarte für die Feuerwehr können kommen
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00:17 22.02.2019
Die neue Feuerwache an der Schützenstraße: Hier sollen die hauptamtlichen Gerätewarte arbeiten. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Das Vorhaben gibt es schon seit dem Jahr 2012. Jetzt ist es einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Der Rat der Stadt hat dem Konzept zum Einsatz weiterer hauptamtlicher Gerätewarte in der neuen, noch im Bau befindlichen Feuerwache an der Schützenstraße zugestimmt.

Zuvor hatte es jedoch in Fachausschüssen teils stundenlange Debatten um das Thema gegeben. Dabei ging es insbesondere darum, in welchem Verhältnis die neuen Hauptamtlichen zur Freiwilligen Feuerwehr stehen. Letztlich einigte sich der Rat darauf, dass eine besondere Dienstanweisung die Zusammenarbeit der Gerätewarte und der ehrenamtlichen Kräfte regeln soll. Außerdem sind regelmäßige Berichte über das Einsatzgeschehen sowie über das Arbeitsvolumen gefordert. Diese sollen dazu dienen, die Arbeit der Hauptamtlichen transparenter zu machen.

Keine professionelle Wachbereitschaft

Die Gerätewarte sollen zwar fest von der Stadt angestellt sein, aber nach dem Willen der Politik nicht als professionelle Wachbereitschaft tätig sein, die quasi nur auf einen Alarm wartet. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Wartung von Einsatzfahrzeugen und feuerwehrtechnischem Gerät, etwa der Atemschutzgeräte. Diese Aufgaben in vollem Umfang zu erledigen sei derzeit mitunter kaum zu schaffen, hatte Stadtbrandmeister Jörg Posenauer unlängst in einer Ausschusssitzung gesagt. Arbeit gebe es für die hauptamtlichen Gerätewarte auch außerhalb des Einsatzgeschehens genug.

SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann hatte im Haushaltsausschuss betont, dass es mit dem Einsatz der Hauptamtlichen, die auch Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr sein müssen, keinesfalls darum gehe, die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Stadtgebiet herabzusetzen. „Wir wollen die Stärkung der Freiwilligen Feuerwehr“, sagte er.

Politik findet Konzept schlüssig und sinnvoll

Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, Vorsitzender der CDU-Fraktion, betonte im Rat, dass die ganze Angelegenheit einen langen Vorlauf habe. Schon 2012 hatte ein Gutachter der Stadt Lehrte geraten, sich Gedanken um die sogenannte Tagesalarmsicherheit zu machen. Diese sei nicht mehr auf Dauer gewährleistet, hieß es. Gemeint ist damit die Fähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr, bei Alarmen stets genügend Personal aufbieten zu können – und zwar auch zwischen 7 und 17 Uhr, wenn die meisten der Ehrenamtlichen ihrem Beruf nachgehen und möglicherweise unabkömmlich sind. Deneke-Jöhrens nannte das nun von der Verwaltung vorgelegte Konzept zum Einsatz der hauptamtlichen Gerätewarte „schlüssig und sinnvoll“. Im Stellenplan der Stadt sind sie mit Kosten von jeweils 50.000 Euro pro Jahr veranschlagt.

Es geht um die Tagesalarmsicherheit

Posenauer, der auch für die CDU im Rat der Stadt sitzt, hatte zuvor in einer Ausschusssitzung dargelegt, dass es derzeit immer schwieriger werde, tagsüber die Einsatzfahrzeuge mit vollständigen Mannschaften zu besetzen. Die Anzahl der aktiven Feuerwehrkräfte in Lehrte sei zwar steigend, das bedeute aber nicht, dass diese auch stets tagsüber einsatzbereit seien.

Die Stadt hat bereits zwei Stellen für zwei zusätzliche hauptamtliche Gerätewarte ausgeschrieben – zwei weitere gibt es bei der Feuerwehr in Lehrte schon seit vielen Jahren. Die Truppe soll in den kommenden Jahren auf bis zu zehn Kräfte wachsen.

Von Achim Gückel

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