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Lehrte Stadt rüstet 23 Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten aus
Aus der Region Region Hannover Lehrte Stadt rüstet 23 Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten aus
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16:42 28.02.2019
Der Abbiegeassistent ermöglicht den Blick in den sogenannten toten Winkel. Quelle: Archiv
Lehrte

21 große Feuerwehrfahrzeuge in Lehrte sowie der Spülwagen der Stadtentwässerung und ein Gefährt des Baubetriebs werden so schnell es geht mit sogenannten Abbiegeassistenten ausgerüstet. Beim Kauf neuer Fahrzeuge wird die Ausstattung mit einem solchen Gerät künftig zum Standard. Das hat die Stadt Lehrte jetzt offiziell entschieden. Die Nachrüstung der 23 Fahrzeuge soll so schnell wie möglich geschehen, stockt aber noch wegen fehlender behördlicher Zulassungen. Die Stadt kalkuliert mit Kosten von 40.000 Euro. Das Geld soll als überplanmäßige Ausgabe bereitgestellt werden.

Hintergrund der Aufrüstung für die sogenannten Großfahrzeuge ist die Diskussion, die im Januar nach dem tödlichen Unfall mit einer Elfjährigen an der Mielestraße entbrannte. Die Schülerin war von einem abbiegenden Lastwagen einer Recyclingfirma angefahren worden und wenige Stunden später an ihren schweren Verletzungen verstorben. Ähnliche Unfälle hatte es unlängst auch in Burgdorf, Garbsen und Hannover gegeben. Abbiegeassistenten, die mit Hilfe eines optischen Systems den toten Winkel neben Lastwagen für die Fahrer sichtbar machen, könnten solche schlimmen Unfälle vermeiden helfen, heißt es.

Offizielle Zulassung für Abbiegeassistenten fehlt noch

Schon kurz nach dem Unglück an der Mielestraße hatte Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk angeordnet, die Möglichkeiten zur Nachrüstung der städtischen Fahrzeuge ab einer bestimmten Größenordnung zu prüfen. Diese Prüfung ist nun beendet. Wann genau die Aufträge an die Hersteller der Abbiegeassistenten vergeben werden können, ist noch offen. Das hänge von den Herstellern ab, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Noch gebe es keine vom Kraftfahrtbundesamt zugelassenen Geräte. „Aber sobald es die Zulassung gibt, geben wir die Aufträge raus“, versichert Nolting. Man habe bereits Anfragen bei Herstellern platziert, Lehrte werde „eine der ersten Kommunen sein, die so etwas macht“, betont der Sprecher.

Auch in der Lehrter Politik war im Januar der Ruf nach Abbiegeassistenten laut geworden. Die CDU im Rat der Stadt hatte sogar einen offiziellen Antrag formuliert, über den nun aber nicht mehr debattiert werden muss. Auch in Sehnde sowie in mehreren weiteren Städten der Region Hannover wird derzeit über die Nachrüstung von Fahrzeugen mit Abbiegeassistenten gesprochen. Ebenso hatten die Verkehrsbetriebe Üstra sowie die Abfallwirtschaft der Region derartige Nachrüstungen ihrer Busse und Lastwagen angekündigt.

Sidortschuk: Gut angelegte Investition

Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk unterstreicht unterdessen die Bedeutung der Nachrüstung an den 23 Fahrzeugen: „Die Kosten von rund 40.000 Euro dienen einer erhöhten Sicherheit auf Lehrter Straßen und stellen eine sehr gut angelegte Investition dar“, sagt er. Lehrte gehe mit dieser Maßnahme gern „mit gutem Beispiel voran“.

Von Achim Gückel

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