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Lehrte Lehrter wollen bei Freibad-Umbau die Lxusuvariante
Aus der Region Region Hannover Lehrte Lehrter wollen bei Freibad-Umbau die Lxusuvariante
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17:48 09.09.2019
Schon rund 100 Lehrter haben sich in der ersten Stunde im Kurt-Hirschfeld-Forum über die drei Varianten für das Hallen- und Freibad informiert – und kräftig diskutiert. Quelle: Oliver Kühn
Lehrte

Wie sieht das Lehrter Schwimmbad der Zukunft aus? In welche Richtung soll die millionenschwere Sanierung gehen? Darüber durften jetzt die Lehrter ihr Votum abgeben. Am Freitag, parallel zum Citylauf, hatte die Stadt im Kurt-Hirschfeld-Forum drei denkbare Varianten für die Sanierung und den Umbau des Bads am Hohnhorstweg präsentiert: von der Variante Regular mit mindestens 14 Millionen Euro über Medi bis hin zu Maxi mit deutlich höheren, aber bislang noch nicht kalkulierten Kosten. Eines wurde aber schon deutlich: Eine große Mehrheit votierte für Maxi mit einer ganzjährigen Öffnung von Hallen- und Freibad.

Drei Varianten stehen im Raum: Maxi sieht eine ganzjährige Öffnung mit einem sanierten Freibad und Außenbereichen vor. Das würde voraussichtlich mehr Besucher ins Schwimmbad locken, aber auch deutlich höhere Betriebs- und Personalkosten nach sich ziehen. Dies sei auch nicht jene Variante, die bei einer Wirtschaftlichkeitsprüfung den Vorzug erhielt.

Medi steht für einen Neubau des Hallenbads mit einem 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen plus Sprungbereich, Lehrschwimmbecken, Warmwasserbecken und Eltern-Kind-Bereich. Dazu gehört eine Teilsanierung des Freibads mit Nichtschwimmerbecken, Eltern-Kind-Bereich und Liegeflächen. Auch dabei würde die Stadt mit mehr Besuchern rechnen, aber ebenso mit höheren Betriebskosten.

Die Variante Regular sieht lediglich einen Neubau des Hallenbads mit 25-Meter-Becken und fünf Bahnen, Lehrschwimm- und Warmwasserbecken sowie Eltern-Kind-Bereich vor – aber ohne Freibad.

Tendenz geht zu Maxi

„Die Tendenz geht eindeutig zu Maxi mit einem 50-Meter-Becken“, resümierte Eckhard Otto, Geschäftsführer der Lehrter Bädergesellschaft, schon eine Stunde nach Beginn der dreistündigen Veranstaltung im Forum. „Das ist aber auch die mit Abstand teuerste“, sagte er. Man dürfe nicht außer Acht lassen, dass die Stadt schon jetzt bei ihren Bädern rund 1,2 Millionen Euro Verlust im Jahr mache. Derzeit hat das Schwimmerbecken im Hallenbad fünf Bahnen, das 50-Meter-Becken im Freibad acht Bahnen.

Derzeit hat das Freibad ein 50-Meter-Becken mit acht Bahnen. Quelle: Achim Gückel (Archiv)

Für die Lehrterin Christine Behrens geht an einem 50-Meter-Becken dennoch kein Weg vorbei. „Das ist die einzige Option“, sagt die 58-Jährige, die seit 30 Jahren dort schwimmen geht. Ihr fehlt vor allem „eine schöne Gastronomie“. Der Außenbereich und die Becken seien ansonsten sehr gut.

Walter Schmal dagegen ist hin- und hergerissen. Einen Punkt „für das Hirn“ würde er der Version Regular geben. „Das wäre finanziell machbar“, meint der 63-Jährige. Ein Punkt für das Herz geht aber an Maxi: „Das ist das, was man gerne hätte.“

Ehemaliger Freibad-Betriebsleiter will Variante Regular

Ganz klar für Regular und ein reines Hallenbad votierte hingegen Manfred Kopmeier, ehemaliger Betriebsleiter des Bads: „Ein Warmwasserbecken ist das Wichtigste.“ Großveranstaltungen auf einer 50-Meter-Bahn könnten auch woanders stattfinden.

Eine Stadt wie Lehrte ohne ein Freibad mit Außenbereich sei für ihn nicht denkbar, meint dagegen Thorsten Bankes. „Das ist doch auch wichtig, damit die Kinder Schwimmen lernen können“, sagt der 33-jährige Familienvater. Für ihn als Gelegenheitsschwimmer sei eine 50-Meter-Bahn nicht so wichtig. Dafür fehle ein Warmwasserbecken, betont auch seine Frau Lisa. „Zum Babyschwimmen muss ich immer nach Langenhagen oder Burgdorf fahren“, verdeutlicht die 30-Jährige. Auch eine Gastronomie wäre wichtig, wo man sich hinsetzen und eine Kleinigkeit essen könne und nicht alles mitnehmen müsse.

Hitzige Diskussionen über Freibadpläne erwartet

Die Planungen sowie technischen Prüfungen zur Sanierung und die Berechnungen, welche Kosten die Varianten Maxi und Medi bedeuten würden, lägen vermutlich erst im nächsten Frühjahr vor, deutete Geschäftsführer Otto an. Im Sportausschuss gebe es voraussichtlich im Oktober eine erste Vorstellung, aber noch ohne Zahlen. Liegen diese vor, rechne er mit „hitzigen Diskussionen“ – und zwar wohl nicht nur unter Bürgern, sondern auch in der Politik.

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Von Oliver Kühn

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