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Lehrte Sievershäuser bringen Dorfregion auf den Weg
Aus der Region Region Hannover Lehrte Sievershäuser bringen Dorfregion auf den Weg
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00:15 24.05.2017
Bei Ortsratsmitglied Dieter Adler (links) tragen sich die Sievershäuser in die Arbeitsgruppen ein. Quelle: Michael Schütz
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Sievershausen

Ein volles Antikriegshaus bescherte diese erste Bürgerversammlung im Prozess der Dorfregion dem Ortsrat. Das Programm des Landes sieht vor, dass nicht mehr einzelne Orte eine Förderung für Strukturverbesserungen bekommen, sondern nur noch Zusammenschlüsse aus mehreren Ortschaften. In Lehrte haben sich Arpke, Immensen und Sievershausen zu einer solchen Dorfregion zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie am 1. August den Antrag für Fördergelder einreichen. Darin sollen bereits Themen benannt werden, die die Besucher am Freitagabend im Antikriegshaus zusammengetragen haben. "Wir haben die Themenblöcke so unterteilt, wie sie in der Versammlung in Immensen genannt wurden, um eine Vergleichbarkeit zu bekommen", sagte Ortsbürgermeister Armin Hapke, der die Versammlung leitete. Dazu gehörten Bauen und Wohnen ebenso wie Kultur und Freizeit sowie Verkehr.

Letzteres hatte es den Besuchern besonders angetan: "Zu Fuß über die Oelerser Straße zu kommen, ist wie ein Sechser im Lotto", fand Karl-Heinz Festerling und hatte die LKW im Sinn, die zur Raffinerie in Dollbergen durch den Ort fahren. Kurt Nath sorgte sich um den Zustand der Straßen im Ort. "Die Straße Vor dem Heeßel sieht schlimm aus", befand er. Außerdem könnte er sich ein Altersheim in Sievershausen vorstellen.

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Die andere Seite der Alterspyramide hatte dagegen Mathis Stolzenwald im Blick: "Es muss mehr für Jugendliche getan werden", befand der 20-Jährige. Zwar gebe es ein Jugendzentrum. Aber mit ein paar Brettspielen und einem Computer in der Ecke locke man keine jungen Jugendlichen an. "Wir brauchen einen echten Treffpunkt." Er selbst wolle auch durchaus dabei helfen, sagte er und trug sich in eine Arbeitsgruppe ein.

Weitere Themen, die die Versammlung vorschlug, waren der Erhalt der Grundschule, die weitere Verwendung des ehemaligen Sportplatzes am Boxhoop, Busverbindungen nach Peine oder ein gemeinsamer Dorfplatz.

Die Gruppen würden sich ein bis zwei Mal treffen, kündigte Hapke an. "Das ist keine Unterschrift für ein 20-jähriges Ehrenamt", meinte er. Die Ergebnisse würden, gemeinsam mit denen der anderen beiden Dörfer, von einem Projektbüro zu einem Antrag verarbeitet, erklärte Claudia Meyer-Appel vom städtischen Fachdienst für Stadtentwicklung. "Bis zum August ist das angesichts der Sommerferien ein sportliches Programm", befand Hapke. Das Büro sei zwar noch nicht ausgewählt, meinte Meyer-Appel. "Aber alle drei, die zur Auswahl stehen, haben gesagt, dass das klappt."

Von Michael Schütz