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Lehrte Fortunastraße: Ortsrat sagt Ja zum Baugebiet
Aus der Region Region Hannover Lehrte Fortunastraße: Ortsrat sagt Ja zum Baugebiet
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15:16 22.11.2018
Hier soll das neue Hämelerwalder Baugebiet entstehen. Quelle: Achim Gückel
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Hämelerwald

Wenn alles glatt läuft, könnte Hämelerwald in zwei bis drei Jahren ein neues Wohngebiet an der Fortunastraße bekommen. Der Grundsatzbeschluss dafür hat nun die erste wichtige Hürde genommen. Der Ortsrat sagte einstimmig Ja zu dem Vorhaben – auch wenn in dem Baugebiet wegen seiner Nähe zum Rewe-Logistikzentrum und zur Bahnlinie hohe Auflagen in Sachen Lärmschutz gelten müssten.

Die Hämelerwalder Dorfpolitiker machten am Mittwochabend nicht viel Federlesen. Mehrere Jahre lang hatten sie immer wieder über mögliche Flächen für Baugebiete im Dorf geredet. Das Schallgutachten für das Gelände an der Fortunastraße hatte auch wegen einer zwischenzeitlichen Haushaltssperre lange auf sich warten lassen. „Wir hoffen sehr, dass wir das Baugebiet nun auf die Schiene kriegen“, sagte Ortsbürgermeister Dirk Werner in der Sitzung. Interesse an Bauland gebe es in Hämelerwald reichlich. Das sei in seiner Ortschaft auch nicht anders als in anderen.

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Zuvor hatte Anja Hampe, Stadtplanerin der Lehrter Verwaltung, die Pläne für das Baugebiet erläutert und auch über die Anforderungen in Sachen Lärmschutz gesprochen. Der fünf Meter hohe Lärmschutz an der Nordseite, kombiniert aus Wall und Wand, müsse sein, weil ansonsten nachts der Geräuschpegel vom Rewe-Lager unzulässig hoch sei. Der Wall bekomme am Sockel eine Breite von zehn Metern. Dadurch schrumpfe die als Baugebiet zur Verfügung stehende Fläche von gut 2,2 Hektar auf rund 1,7 Hektar.

Nach vorsichtiger Schätzung könnten dort rund 20 Einfamilien- oder Doppelhäuser Platz haben. Die Kosten für den Wall, die Hampe auf 170.000 bis 220.000 Euro schätzte, würden auf die Grunderwerbskosten umgelegt werden müssen. Aber aus den Maßnahmen zum Lärmschutz, die auch spezielle Dämmungen an den Häusern, eine Ausrichtung von Schlaf- und Kinderzimmern nach Süden sowie eine maximale Höhe von öffenbaren Fenstern auf fünf Meter vorsieht, komme man nicht raus.

Die Kommunalpolitiker regten an, mit der Lärmschutzwand möglicherweise auch gleich bestehende Wohnhäuser am Ambosteler Weg zu schützen. Nach dem nächste Woche im Rat zu erwartenden Grundsatzbeschluss für das Baugebiet müsste die Stadt in Verhandlungen mit den Eigentümern der Wiesen treten. Nach dem Erwerb der Flächen würde ein städtebaulicher Entwurf samt Bauleitverfahren begonnen. Die ersten Häuser könnten dann wohl frühestens im Jahr 2021 an der Fortunastraße entstehen.

Von Achim Gückel