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Lehrte Kirchenkreis schrumpft laut Prognose bis 2030 auf unter 44.000 Gemeindemitglieder
Aus der Region Region Hannover Lehrte Kirchenkreis schrumpft laut Prognose bis 2030 auf unter 44.000 Gemeindemitglieder
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08:00 05.06.2019
Zusammengelegte Gemeinden sind die Zukunft: Uwe Büttner (von links), Ricarda Schnelle und Damaris Frehrking bilden bereits ein dreiköpfiges Pastoren-Team für die Gemeinden Sehnde, Haimar und Rethmar. Quelle: Katja Eggers (Archiv)
Ilten

Kirchenaustritte, Personalmangel, Kürzungen: Die evangelischen Gemeinden des Kirchenkreises Burgdorf sind derzeit mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Wie es um ihre Zukunft steht und wie Problemen begegnet werden kann, hat Superintendentin Sabine Preuschoff beim Kirchenkreistag in der Barockkirche in Ilten erläutert.

Gesamtkirchengemeinde geplant

In ihrem sogenannten Ephoralbericht betonte Preuschoff vor rund 80 Besuchern, dass sich der Kirchenkreistag für den Planungszeitraum bis 2020 die regionale Zusammenarbeit als Hauptthema auf die Fahne geschrieben habe. Dass es gemeinsam besser geht, könne man derzeit an den Kirchengemeinden Sehnde, Rethmar und Haimar sehen, die bis 2020/21 zu einer Gesamtkirchengemeinde zusammengefasst werden. Immensen, Sievershausen und Arpke würden bereits an regionalen Konzepten arbeiten, wie sie möglichst zuverlässig und vielgestaltig für die Gläubigen da sein können. „Weitere Gemeinden signalisieren, dass die derzeitigen Regionszuschnitte nicht festgemeißelt sind – man ist auf der Suche nach geeigneten Partnern“, erklärte Preuschoff.

Kirchenkreis hat 2500 Mitglieder verloren

Superintendentin Sabine Preuschoff. Quelle: Katja Eggers (Archiv)

Um den Ernst der Lage aufzuzeigen, nannte Preuschoff Zahlen aus dem Kirchenkreis Burgdorf. In rund 15 Jahren hat der Kirchenkreis fast 15 Prozent seiner Gemeindemitglieder verloren. Die Zahl war von Oktober 2016 bis Mai 2019 von rund 51.500 auf etwa 49.000 gesunken. Bis 2030 sei mit dem Verlust von weiteren 5700 Mitgliedern zu rechnen. Während für den Rückgang lange Zeit der demografische Wandel verantwortlich gemacht wurde, gebe es jetzt aber eine neue Erklärung. „Es liegt auch daran, dass Menschen die Kirche gleichgültig geworden ist und viele ihren Glauben heute anders leben“, sagte Preuschoff.

Menschen würden ihre Verbindung zur Kirche nicht mehr durch Mitgliedschaft bezeugen, sondern durch Interesse, unverbindliche Beteiligung oder Mitarbeiter ohne Kirchenmitgliedschaft. Gefragt sind laut Preuschoff daher eine Beteiligungskultur und Gelegenheiten zum erneuten Kennenlernen, etwa bei Dorffesten, in besonderen Gottesdiensten mit moderner Musik oder über kirchliche Kindergärten.

Künftig weniger Pastoren

Preuschoff erklärte zudem, dass ab 2023 mit deutlichen Kürzungen bei den landeskirchlichen Zuweisungen zu rechnen sei und strukturell stärkere Kirchenkreise wie etwa Burgdorf solidarisch strukturell schwächere Kirchenkreise unterstützen müssten.

Darüber hinaus verzeichnete die Superintendentin Personalmangel in allen kirchlichen Berufsgruppen. Die Zahl der Pastoren werde künftig von 1761 auf rund 1200 sinken. Auf eine Pfarrstelle kämen folglich mehr Gemeindemitglieder als bisher. „Eine Gemeinde allein ist diesen Herausforderungen nicht mehr gewachsen“, betonte Preuschoff. Es reiche aber nicht, einfach nur Gemeinden zusammenzulegen, es brauche auch kreative Ideen. Die Formen gelebten Glaubens müssten sich wandeln, Strukturen optimiert und multiprofessionelle Teams gebildet werden. Eine Chance sieht Preuschoff zudem in der engen Zusammenarbeit von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen.

Von Katja Eggers

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