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Lehrte Ordnungsdienst soll Vermüllung vorbeugen
Aus der Region Region Hannover Lehrte Ordnungsdienst soll Vermüllung vorbeugen
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13:26 25.11.2018
Oft bleibt Müll auf den Wiesen liegen, obwohl Abfalleimer nur wenige Meter entfernt sind. Quelle: Kühn (Archiv)
Lehrte

Bürgermeister Klaus Sidortschuk hatte es bereits im Juli angekündigt, nun soll es ernst werden: Der Verwaltungschef plant, in Lehrte einen städtischen Ordnungsdienst einzurichten, um so mehr Sauberkeit und Ordnung ins Stadtbild zu bekommen. Vorgesehen ist eine Versuchsphase von zunächst zwei Jahren, für die nun ein Konzept vorliegt. Am Mittwoch entscheidet der Rat darüber.

Nicht nur das Image einer Stadt sei stark von ihrem äußeren Erscheinungsbild abhängig, meint Sidortschuk. Mangelnde Sauberkeit, Vandalismus und Verwahrlosungserscheinungen wirkten sich stark auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung aus. Dazu gehören etwa Partyreste auf öffentlichen Grünflächen, Zigarettenschachteln rund um den Brunnen an der Burgdorfer Straße, Müll in der Bahnhofstraße oder illegale Abfallentsorgung in Papierkörben. Häufig beschweren sich Bürger über das Aussehen vor allem der Kernstadt, und auch im Rat wird immer wieder auf die Zustände hingewiesen.

Auch der Bürgermeister bestätigt, dass sich der „weit überwiegende Teil“ der bei der Stadt eingehenden Hinweise aus der Bevölkerung auf solche Mängel und Missstände bezieht – mit der Erwartung, dass diese umgehend beseitigt und die Gesamtsituation nachhaltig verbessert werden. „Mit der Einrichtung eines städtischen Ordnungsdienstes möchte ich diesen Erwartungen gerecht werden“, erklärt Sidortschuk.

Sogar Teppichreste und Wertstoffsäcke liegen neben Abfallkörben. Quelle: Kühn/Privat (Archiv)

Die beiden Mitarbeiter sollen in der Öffentlichkeit Präsenz zeigen, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und präventiv Aufklärungsarbeit leisten. Dazu gehöre auch, das Urinieren in der Öffentlichkeit zu unterbinden und Verstöße konsequent zu ahnden, nennt Sidortschuk als Beispiel. Besonders am Kurt-Hirschfeld-Forum und in den Grünanlagen rund um das Rathaus bestehe „zunehmender Handlungsbedarf“. Darüber hinaus sind dort regelmäßige Streifengänge vorgesehen, wo das Sicherheitsempfinden der Bürger gesunken ist – etwa im Bahnhofstunnel oder im spärlich beleuchteten Gleisdreieck Richtersdorf.

Zu den Aufgaben des Ordnungsdienstes zählt aber auch, regelmäßig Parkanlagen, Straßen, Wege und Plätze zu kontrollieren und Bürgertipp-Hinweisen auf der städtischen Internetseite nachzugehen. Im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse dürften die Mitarbeiter bei Rechtsverstößen Personalien aufnehmen, Verwarnungen aussprechen oder Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten.

Der Ordnungsdienst wird im Fachdienst Ordnung angesiedelt und mit zwei Vollzeitstellen ausgestattet, möglichst eine Frau und ein Mann. Sie erhalten eine einheitliche Dienstkleidung und sollen vor allem in der Kernstadt tätig werden. Ungewöhnlich für Verwaltungsmitarbeiter werden die Arbeitszeiten sein: Sie sollen außerhalb der Regelarbeitszeiten liegen, um insbesondere Zeiten abdecken zu können, in denen erfahrungsgemäß in erhöhtem Maße mit Störungen der öffentlichen Ordnung etwa durch Lärmbelästigungen zu rechnen sei – also nachmittags und abends sowie am Wochenende. Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Freya Markowis hat sich bereits positiv geäußert. Frauen fühlten sich im öffentlichen Raum verstärkt unsicher und schränkten dadurch ihren Lebensstil ein. Das sei zuletzt bei der Veranstaltung „Frau Un(d) Sicherheit Lehrte“ deutlich geworden. Ein Ordnungsdienst könnte die „gefühlte Sicherheit“ erhöhen.

Von Oliver Kühn

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