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Neustadt Sommer, Sonne, Strand – Open-Air-Bar geplant
Aus der Region Region Hannover Neustadt Sommer, Sonne, Strand – Open-Air-Bar geplant
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16:34 24.04.2019
Citymanagerin Jana Schadwinkel wirbt für den neuen Citybeach, der am 29. Juni den Betrieb aufnehmen soll. Quelle: Mario Moers
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Neustadt

Sommer, Sonne, Neustadt – demnächst auch wieder mit Sand, Palmen und Strandbar. Pünktlich zum Sommeranfang, am 29. Juni, wird am Leineufer aller Voraussicht nach die Open-Air-Bar Citybeach für Urlaubsgefühle bei den Zuhause-Gebliebenen sorgen. Wie Citymanagerin Jana Schadwinkel gestern ankündigte, plant die Wirtschaftsförderung in Kooperation mit dem Isy-Going-Wirt Stephan Iseke die vor sieben Jahren beendete Erfolgsgeschichte der „Traumstrand“-Bar fortzuschreiben. Allerdings mit neuem Konzept und mehr Planungssicherheit –und einem neuen Standort, am Schloss Landestrost.

Zwischen 2006 und 2012 gab es schon einmal eine Strandbar in Neustadt, damals in der Suttorfer Straße, auf Höhe des alten Freibads. Sie musste jedoch, trotz großer Beliebtheit, den Betrieb einstellen. Verschärfte Umweltauflagen der Stadt und eine aufwendige Infrastruktur bereiteten den damaligen Wirten Probleme.

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Gastronom Stephan Iseke beim Großeinkauf für den Citybeach. Quelle: privat

Was wird es dort geben?

„Ich wurde immer wieder auf den Traumstrand angesprochen, das ist den Neustädtern einfach in Erinnerung geblieben“, sagt Schadwinkel. Die Citymanagerin hatte bereits im Vorjahr mit dem Projekt geliebäugelt und freut sich jetzt ganz besonders, das Herzensprojekt in diesem Jahr umzusetzen. Die Entscheidung fiel dann allerdings ganz spontan in der letzten Woche. Fünf Wochen soll der Citybeach geöffnet haben, vorerst.

„Wir müssen natürlich schauen, wie es läuft“, sagt sie. Für den mit der Umsetzung betrauten Gastronomen Iseke ist nun Eile angesagt. Am Mittwoch war er bereits auf großer Einkaufstour. Loungemöbel, Liegestühle und Palmen hat er schon besorgt. „Wenn alles glatt läuft, bekommen wir außerdem eine extravagante Bar, deren Optik gut zum Ort passt“, schürt er die Vorfreude. 100 Tonnen Sand werden demnächst am Sportboothafen, auf der Wiese zwischen dem Basketballplatz am Amtsgericht und dem Schloss Landestrost ausgebreitet, auch ein Pool ist angedacht. „Ob es dann vielleicht auch mal Konzerte oder ähnliches geben wird, ist noch offen, aber vorstellbar“, sagt Schadwinkel. Neben Cocktails soll es auch warme Snacks geben, Wraps, wahlweise mit Fisch, Hähnchen oder vegetarisch, sagt Iseke.

Rückblick: Julia Pannecke (27) aus Hannover und ihre Freundin Claudia Hoffmeister (47) aus Dedensen sitzen 2007 bei einem Reggae-Abend am „Traumstrand“ in Neustadt. Quelle: LKNW

Rechnet sich das?

Mit gemischten Gefühlen erinnert sich einer der ehemaligen Betreiber an den Traumstrand, Daniel Jurrat, Inhaber des Wunstorfer Kaffeehandels Coffee&Concept. „Wirtschaftlich rechnet sich so etwas kaum, aber wir hatten großen Spaß, das ist auch die Voraussetzung für so eine Unternehmung“, sagt er. An der Suttorfer Straße habe man damals etwa „utopische Mengen“ Schläuche verlegen müssen, um das Trinkwasser aus dem Freibad anzuzapfen.

Startschuss für den Traumstrand war auch damals eine Initiative zur Belebung der Kernstadt. Im Zuge der City-Offensive entstanden damals mehrere „Traumorte“, der Strand war einer davon, daher auch der Name. Neben dem bloßen Barbetrieb organisierten die Betreiber immer wieder besondere Aktionen. Es gab ein Reggae-Festival, einen Tauchcontainer und sogar einen Gottesdienst mit Taufe am Traumstrand. „Irgendwann wurden die Auflagen aber zu groß“, sagt Jurrat. Er geht davon aus, dass der neue Standort deshalb eine gute Wahl ist.

Sonnige Zeiten für die Citymanagerin

Auch unabhängig vom Erfolg der neuen Strandbar bekommt Citymanagerin Schadwinkel derzeit viel Zuspruch für ihre Arbeit. Einem im Mai anstehenden Ratsentscheid über die Verlängerung ihrer zum Jahresende auslaufenden Stelle kann sie deshalb zuversichtlich entgegensehen. „Aus Sicht der CDU sollten wir Frau Schadwinkel unbefristet bei der Wirtschaftsförderung beschäftigen“, kommentiert der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion Sebastian Lechner.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Christina Schlicker findet ebenfalls lobende Worte. „Sie hat viel geleistet und gute Ideen eingebracht“, sagt sie. Am 9. Mai entscheidet der Rat über die Fortsetzung des mit 100 000 Euro von der Stadt geförderten Citymanagements, an dem auch die Gemeinschaft für Wirtschaftsförderung (GfW), der Verein Stadtmarketing und die Nordkreisinitiative (NKI) beteiligt sind. Die Citymanagerin hat unter anderem das Stattfest, ein Streetfoodfestival und die NDR-Sommertour in Neustadt initiiert. Nun also den Citybeach. „Es wird cool“, sagt Schadwinkel.

Von Mario Moers