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Neustadt Aldi reißt Filiale in Helstorf ab und baut neu
Aus der Region Region Hannover Neustadt Aldi reißt Filiale in Helstorf ab und baut neu
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06:00 12.07.2019
Aldi Nord plant eine neue Filiale in Helstorf – die alte wird abgerissen. Quelle: Mirko Bartels
Helstorf

 Ein Einkaufsmarkt wird abgerissen – und ein Dorf jubelt. Denn nach dem Abriss des Aldi-Markts an der Abbenser Straße in Helstorf folgen ein Neubau und eine kräftige Aufwertung des Sortiments. Bis es dazu kommen konnte, waren lange Verhandlungen nötig. Denn laut regionalem Raumordnungsprogramm dürfte Helstorf, das mit Mandelsloh ein kooperierendes Kleinzentrum bildet, nur einen Markt mit 800 Quadratmetern Fläche haben.

Filiale bekommt neues Konzept

Der Neubau ist laut Aldi-Nord-Sprecher Axel von Schemm Teil der Modernisierung des gesamten Filialnetzes nach dem neuen Konzept mit dem Titel „Aniko“. Diese Abkürzung steht für „Aldi Nord Instore Konzept“ – auch die Filiale an der Erika-Najork-Straße in der Kernstadt ist schon dementsprechend erneuert worden. 

Der Markt werde am 25. Juli geschlossen, führt von Schemm weiter aus, dann werde das Gebäude abgerissen und „nach unserer aktuellen Baubeschreibung“ neu errichtet. Der Fokus der neuen Märkte liege auf einer hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr Platz und breiteren Gängen sowie einem vergrößerten Angebot an frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Backwaren.

„Dafür erweitern wir die Verkaufsfläche von bislang 780 auf 1060 Quadratmeter.“ Die neuen Räume würden zudem mit einem modernen Licht-, Farb- und Energiekonzept ausgestattet. Die Neueröffnung sei für November geplant. Während der Bauzeit würden die Mitarbeiter in den umliegenden Filialen beschäftigt, erläutert von Schemm weiter.

Über Größe wurde jahrelang verhandelt

„Wir sind sehr glücklich, dass das jetzt doch noch klappt“, sagt Helstorfs Ortsbürgermeisterin Silvia Luft. Über die geplante Erweiterung haben Stadt, Region und Handelskette jahrelang verhandelt, weil eine Erweiterung über die 800 Quadratmeter hinaus laut dem regionalen Raumordnungsprogramm eigentlich nicht zulässig wäre. In diesem Programm, das die Region Hannover aufstellt, stehen bindende Regeln für Siedlungs-, Freiraum- und Infrastrukturentwicklung, die verhindern sollen, dass etwa durch überdimensionierte Märkte Ungleichgewichte entstehen.

Wachstumsverbot hätte auch Schließung bedeuten können

Das Thema habe sie bereits von ihrer Amtsvorgängerin Ute Bertram-Kühn übernommen, sagt Ortsbürgermeisterin Luft. Im Frühjahr nach der Kommunalwahl 2016 sei sie schon zu einer Verhandlungsrunde eingeladen gewesen. „Es ist toll, dass jetzt ein Kompromiss gefunden worden ist“, sagt Luft.

Letztlich hätte ein dauerhaftes Wachstumsverbot auch bedeuten können, dass das Unternehmen einen anderen Standort sucht, an dem es sich ungestörter entwickeln kann, so die Befürchtung in Helstorf. So habe die Region letztlich ein Stück nachgegeben. Auch das Unternehmen habe Abstriche bei seinen Größenwünschen gemacht. Anfangs habe man von 1200 Quadratmetern Fläche gesprochen, sagt Luft. Die Filiale in Neustadt hat sogar 1370 Quadratmeter.

Von Kathrin Götze

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