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Neustadt Eurobilder aus neuer Perspektive betrachtet
Aus der Region Region Hannover Neustadt Eurobilder aus neuer Perspektive betrachtet
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15:29 16.05.2019
Marie Stein (20), Studentin aus Hannover, bekennt sich zu Europa. Quelle: Patricia Chadde
Neustadt

Europabilder“ – diese Ausstellung wird zum zweiten Mal im 330 Jahre alten Fachwerkhaus der Altrewa-Sammlung im Rosenkrug präsentiert. Künstler aus europäischen Ländern setzten sich vor 15 Jahren mit dem historischen Währungswechsel im Jahr 2002 auseinander und schufen jeweils ein Währungsbild mit den ehemaligen Banknoten ihres Heimatlandes und darüber hinaus ein großformatiges Länderbild.

Bis Ende April läuft die Ausstellung Europabilder

Wie der enorme Besucherandrang zur Ausstellungseröffnung am Mittwochabend beweist, bewegt das Thema Europa weiterhin und wird als wichtiger denn je wahrgenommen. Inzwischen konnten wohl die meisten Bildbetrachter eigene Erfahrungen mit der gemeinsamen Währung Euro sammeln und Studenten, wie die angehende Verfahrenstechnikerin Marie Stein (20) aus Hannover profitieren vom europäischen Erasmus-Programm. „Ich habe an Austauschprogrammen in Weißrussland und Serbien teilgenommen“, so Marie Stein. Der stellvertretende Regionspräsident Michael Dette ging aber auch auf die Ambivalenz der Verbindung ein: „Europa ist nicht einfach und steht zugleich für 70 Jahre Frieden“. Das war Anlass für jeden Redner des Abends, den Ausstellungsbesuchern die Teilnahme an der Europawahl am 26. Mai besonders ans Herz zu legen. So ging Willi Ostermann als Vorstand der Altrewa-Bürgerstiftung auf das Glück des fehlenden Schlagbaums an den innereuropäischen Grenzen ein. Neustadts stellvertretende Bürgermeisterin Christine Nothbaum betonte die stabilisierenden Wirtschaftseffekte: „Die Inflation liegt deutlich niedriger als zu D-Mark Zeiten“, so Nothbaum.

Poetry-Slammer Tobias Kunze in Neustadt

Neben der politischen Verbindung, sind es aber vor allem die Menschen, die für Verbundenheit sorgen. Daher entführte Poetry-Slammer Tobias Kunze seine Zuhörer auf eine wortreiche Europa-Rundreise und ließ sie auf virtuose Weise an seinen menschlichen Begegnungen teilhaben. Vor allem eigene Erfahrungen sind es, die Einfluss auf menschliches Verhalten nehmen. So existiert zwischen Alfried Kostrewa, in den 1970er Jahren Pastor in Bordenau und Ausstellungsbesucherin Andrea Korte eine persönliches Band. „Sie haben mich konfirmiert“, erinnerte sich Korte bei der Begegnung mit dem Eurobilder-Initiator.

Großer Andrang bei Ausstellungseröffnung

In 19 Ländern ist der Euro aktuell das gültige Zahlungsmittel, so dass ein Blick auf die Währungsbilder mit inzwischen historischen gewordenen Banknoten wie Franc und Schilling bei manchem Betrachter Erinnerungen an Urlaubsfahrten weckten. Marek Konarski, im polnischen Poznan geboren, brachte dagegen eine Vision auf die Leinwand. Auf seinem Länderbild hat Polen schon den Euro. Tanja Soroka, Kuratorin der Altrewa-Sammlung im Rosenkrug, leitete das Engagement für Frieden und Einheit, dass in den Eurobilder-Motiven seinen Ausruck findet, auch aus der Biografie des Initiators her. „Alfried Kostrewa erlebte als Kind Krieg und Vertreibung aus Ostpreußen, weshalb im die europäische Einheit ein besonderes Anliegen ist. Die Währungsbilder sind daher auch ein Motiv mit Erinnerungswert“.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Mai von Montag bis Freitag von 15.30 Uhr bis 18 Uhr und Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr im Rosenkrug, Nienburger Straße 28, zu sehen.

Von Patricia Chadde

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