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Neustadt Gesichter hundertfach: Der Wahlkampf beginnt
Aus der Region Region Hannover Neustadt Gesichter hundertfach: Der Wahlkampf beginnt
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16:32 15.05.2019
"Mit Sicherheit für Neustadt", wirbt CDU-Kandidat Stefan Porscha, SPD-Frau Schlicker ist "mit Kopf und Herz für Neustadt". Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Wer bis zur Wahl am 26. Mai diese Gesichter nicht kennt, der muss mit geschlossenen Augen durch die Stadt gehen. Zu Hunderten lächeln jetzt die ersten Bürgermeisterkandidaten von Plakatwänden und Laternenpfählen im ganzen Stadtgebiet, und es werden noch mehr: Nachdem CDU, SPD und Grüne mit dem Plakatieren für ihre Bürgermeisterkandidaten begonnen haben, wollen auch die meisten anderen nachlegen.

Grüne drucken nach langer Pause wieder Plakate

„Mit Sicherheit für Neustadt“, wirbt CDU-Mann Stefan Porscha, lässig ans Geländer der Mühlenbrücke gelehnt, SPD-Konkurrentin Christina Schlicker verspricht vor ländlicher Traumkulisse, „mit Kopf und Herz für Neustadt“ einzustehen. „Der Richtige für Neustadt“ sei er, sagt Grünen-Frontmann Dominic Herbst in seinem Slogan. Seine Partei habe nach langer Enthaltsamkeit mal wieder Plakate drucken lassen, sagt er, 600 an der Zahl, um möglichst alle 34 Stadtteile zu bestücken.

...und Dominic Herbst nennt sich „der Richtige für Neustadt“. Quelle: Kathrin Götze

Porschas CDU ließ es bei rund 500 Stück bewenden, die SPD hat exakt 474-mal Schlickers Konterfei drucken lassen. Hinzu kommen jeweils kleinere Auflagen der Großflächenplakate. „Ich denke, es geht diesmal darum, dass auch jeder das Gesicht zuordnen kann“, sagt Herbst, in früheren Wahlkämpfen hätten Wähler die Grünen gefragt, ob sie überhaupt dabei seien, weil keine Plakate hingen. „Es geht darum, Flagge zu zeigen“, sagt auch SPD-Frau Schlicker.

„Mit Kopf und Herz für Neustadt", wirbt SPD-Kandidatin Christina Schlicker. Quelle: Kathrin Götze

Weitere Kandidaten legen in den nächsten Wochen nach

Die anderen Kandidaten wollen noch nachlegen: FDP-Kandidat Arne Wotrubez hat 800 Plakate für 400 Standorte in Auftrag gegeben, wie er sagt, „sie kommen noch diese Woche an“, und will sie mit Hilfe von Parteifreunden und Familie in möglichst allen Ortsteilen verteilen. Nach Ostern geht der parteilose Kandidat Jürgen Stach in die Offensive, hat 1000 Exemplare eines „etwas anderen“ Plakats in Auftrag gegeben, wie er sagt. Beim Aufhängen helfen Familie und Mitarbeiter, auch die leuchtende Werbewand an der Mecklenhorster Straße will er nutzen. „Ich wollte nicht zu früh loslegen, vier Wochen reichen doch wohl“, sagt Stach.

Auch Linken-Kandidat Ralf Wetzel lässt sich noch etwas Zeit. Nachdem die Neustädter Genossen bereits etliche Themen für den Europa-Wahlkampf plakatiert haben, kommen seine Plakate erst Ende April an, „400 Stück werden beidseitig aufgehängt, vielleicht halte ich noch eine Reserve zurück, falls ich in die Stichwahl komme.“ Auf der Robby am 27. und 28. April werde er schon mit Faltblättern werben. „Und wenn die ersten Plakate der anderen schon abgerissen worden sind, hänge ich meine auf“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

SPD warnt vor Anzeigen bei Vandalismus

Wenn Plakate gestohlen, beschädigt oder verunziert werden, hört für die SPD der Spaß auf, wie die Stadtverbandsvorsitzende Wiebke Osigus betont. „Wir sind jederzeit für einen kritischen Austausch verfügbar, aber solche Aktionen tolerieren wir nicht“, sagt sie und kündigt an, die Abteilungen würden Anzeigen erstatten. „Die Plakate werden von der Partei oder den Kandidaten finanziert, nicht aus Steuergeld“, sagt sie und kündigt an, sie nach Europa und Bürgermeister-Wahl auch rasch wieder zu entfernen.

Lange will auf Plakate verzichten

Allein der parteilose Kandidat Marco Lange will auf Plakate ganz verzichten. „Ich glaube nicht, dass die was bringen, außerdem ist das teuer und nicht umweltfreundlich“, meint er. Auch er habe die LED-Wand gebucht, führe seinen Wahlkampf außerdem im persönlichen Gespräch und über das Internet.

Von Kathrin Götze

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