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Neustadt Dorferneuerung: Mariensee und Bevensen sollen Fördergeld holen
Aus der Region Region Hannover Neustadt Dorferneuerung: Mariensee und Bevensen sollen Fördergeld holen
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16:58 08.07.2019
Der Dorfladen Mariensee bei der Eröffnung: Ein Beispiel für gemeinschaftliches Engagement im Dorf. Quelle: Mirko Bartels
Mariensee/Bevensen

Sie haben mehrere Millionen Euro Fördergeld in die Dörfer gelenkt und vor allem Eigeninitiative und Gemeinschaftsgefühl entfacht, wie es wohl keiner der Beteiligten zuvor geahnt hatte: Nach der erfolgreichen Dorferneuerung Mühlenfelder Land in Borstel, Dudensen, Hagen und Nöpke will die Stadt einen neuen Dorfverbund für das Förderprogramm des Landes Niedersachsen an den Start bringen. Aufgenommene Dörfer können öffentliche Verschönerungs- und Gemeinschaftsprojekte nach einem gemeinsam erarbeiteten Konzept anmelden und so für Investitionen reichlich Fördergeld vom Land und der Europäischer Union erhalten.

Bevensen und Mariensee sind neue Favoriten

Die CDU-Fraktion im Rat hat vorgeschlagen, dass diesmal die politischen Ortschaften Bevensen und Mariensee teilhaben könnten, dazu gehören insgesamt sieben Dörfer, nämlich Bevensen, Büren, Laderholz, Empede, Himmelreich, Mariensee und Wulfelade. „Es gibt schon viele Keimzellen des gemeinschaftlichen Engagements in diesen Dörfern, angefangen vom Dorfladen Mariensee über die Dorfgemeinschaft und den Freibadverein Wulfelade bis zur Energiegenossenschaft und dem Mühlenverein in Laderholz“, sagt Heinz-Jürgen Richter.

Mühlenfelder Land ist ein Erfolgsmodell

Der CDU-Mann aus der Kernstadt arbeitet beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) – „allerdings in der Abteilung Flurbereinigung“, wie Richter betont. Auch die Entwicklung im Mühlenfelder Land hat er gemeinsam mit anderen begleitet und vorangetrieben. Es ist nach dem Start 2011 zunächst bis 2017 ausgeschrieben gewesen, inzwischen zweimal verlängert worden und läuft jetzt bis 2021. „Es wäre doch schön, wenn wir gleich eine neue Dorfgruppe nachschieben könnten“, sagt Richter.

Planung könnte nach Sommerpause beginnen

Seine Kollegen im Rat sehen das genauso und haben den entsprechenden CDU-Antrag vergangene Woche einstimmig auf den Weg gebracht. Die Stadt soll bis zum 1. August einen Antrag ans ArL stellen. Laut Mariensees Ortsbürgermeister Heinrich Zieseniss haben Vertreter der Ortschaften geplant, sich nach der Sommerpause zusammenzusetzen und erste Pläne zu schmieden.

Verbünde haben bessere Chancen auf Förderung

Dass Dorfverbünde, die Aufgaben und Infrastruktur gemeinsam planen, bessere Aufnahmechancen haben, hat die Behörde schon häufig deutlich gemacht. „Es gäbe sicher auch andere Verbünde, die man sich vorstellen könnte“, sagte Richter. Die Stadtverwaltung habe wohl lange Zeit Helstorf und Mandelsloh favorisiert. Doch zwischen den beiden Dörfern ist in jüngster Zeit wieder ein Streit um Schulstandorte entflammt, der eine konstruktive Zusammenarbeit wohl deutlich behindern würde. „Man könnte sich sicher auch die Ortschaft Otternhagen mit den Nachbardörfern vorstellen, aber da sind mir jetzt nicht so viele Initiativen bekannt“, sagt Richter.

Weitere Dörfer könnten nachfolgen

Zwar hat es vor dem Dorferneuerungsschub auch Rivalitäten zwischen den Dörfern des Mühlenfelder Landes gegeben. Doch die sind im Verlauf der gemeinsamen Planung bedeutungslos geworden. Zu Beginn habe man noch darauf gedrungen, das Fördergeld zu gleichen Teilen auf alle vier Dörfer zu verteilen, erinnert sich Richter. Doch als klar wurde, dass auch passende Projekte und Gegenfinanzierung dazu stehen müssen, habe man rasch den Weg zur Sacharbeit gefunden. Die nächsten Dörfer, die sich eine Erneuerung gönnen, werden auch einige Fehler nicht zwingend selbst machen müssen: Bedingung für die jüngste Verlängerung der Dorferneuerung Mühlenfelder Land bis 2021 war, dass die Akteure ihre Erfahrungen aus der Verbundarbeit an andere Bewerber weitergeben sollten.

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Von Kathrin Götze

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