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Neustadt Schlicker legt Konzepte für Bildung und Infrastruktur vor
Aus der Region Region Hannover Neustadt Schlicker legt Konzepte für Bildung und Infrastruktur vor
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15:50 25.03.2019
Bildung beginnt in den Kindertagesstätten (Symbolbild) Quelle: dpa
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Neustadt

Vollversorgung mit Betreuungsplätzen für Kinder, ein Konzept für das „Neustädter Nachmittagsangebot an Grundschulen“, Ausbau von Nahverkehr, Radwegen und Straßen bei Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, bessere Digitalisieruing und neue Ideen zur medizinischen Versorgung: Für Bildung und Infrastruktur hat sich die SPD-Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker ehrgeizige Ziele gesetzt.

Kindertagesstätten und auch Tagespflege weiter auszubauen, habe für sie höchste Priorität, sagte Schlicker in einem Pressegespräch am Montag. „Künftig sollen alle Kinder einen Betreuungsplatz erhalten.“ In den Grundschulen sollen Bildung und Betreuung mit Hilfe des Konzepts „Neustädter Nachmittagsangebot“ („NeNa“) Die Grundschulen sollen unterstützt werden, wenn sie Ganztagsangebote machen wollen, warmes Mittagessen an der Schule soll die Regel werden, das Betreuungs- und Bildungsangebot „mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen“ ausgebaut.

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In Sachen Infrastruktur will Schlicker vor allem darauf hinwirken, bürgerschaftliche Alternativen zum öffentlichen Nahverkehr zu finden. Bürgerbusse, Achtsitzer mit ehrenamtlichen Fahrern, seien in ländlichen Kommunen weit verbreitet, das Land unterstütze solche Projekte mit bis zu 75 Prozent der Kosten. „Der Rest lässt sich vielleicht über Trägervereine und Sponsoring organisieren“, sagt Schlicker.

Mehr Kreisverkehre statt Ampeln sowie ein Ausbau des Radwegenetzes sollen helfen, die Straßen von Staus zu entlasten. Und die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung sei auch ohne Steuererhöhung möglich, sagt Schlicker. SPD-Finanzexperte Josef Ehlert hat noch einmal nachgerechnet und festgestellt, dass nach dem 2003 eingeführten aufwändigen Abrechnungssystem von jedem eingenommenen Euro nur 17 Cent in der Stadtkasse blieben. „Das lohnt sich nicht“, sagt Schlicker.

Auch an zeitgerechter Breitbandversorgung für Firmen und Haushalte wolle sie arbeiten, sagt Schlicker, „es gibt immer noch weiße Flecken im Neustädter Land.“ Und um die medizinische Versorgung zu sichern, will sie mit den verschiedenen Akteuren nach Lösungen suchen: „Ein Ärztemobil mit einem gut funktionierenden Ärztenetzwerk könnte eine Lösung sein, wo Versorgungsstrukturen fehlen“, sagt sie.

Es sei immer ihr Bestreben, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam Probleme zu lösen.

Von Kathrin Götze