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Neustadt So wollen die Bürgermeisterkandidaten den Wohnungsbau vorantreiben
Aus der Region Region Hannover Neustadt So wollen die Bürgermeisterkandidaten den Wohnungsbau vorantreiben
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22:15 13.06.2019
Alles zur Bürgermeisterwahl in Neustadt Quelle: HAZ-Grafik
Neustadt

Das Thema Wohnungsbau beschäftigt Neustadt in jüngster Zeit besonders. Nun hat auch die Region Hannover ein neues Förderkonzept aufgelegt, will bis 2025 insgesamt 490 neue Wohnungen in den Umlandkommunen schaffen. Die Hauptarbeit liegt dabei bei den Städten selbst. Wir haben die Stichwahlkandidaten um das Bürgermeisteramt gefragt, wie sie vorgehen wollen, um mehr preisgünstigen Wohnraum in der Stadt zu schaffen.

Schlicker will Grundstücke nach Konzept vergeben

Christina Schlicker (SPD) sagt dazu: „Eine Wohnung oder ein Haus zu haben, zählt zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Mir ist es wichtig, dass genügend erschwingliches Bauland zur Verfügung steht. Damit stärken wir auch unsere Ortschaften. Parallel dazu möchte ich erreichen, dass es mehr sozialen Wohnungsbau gibt. So entsteht bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit niedrigem Verdienst. Für die Menschen mit durchschnittlichem Einkommen möchte ich außerdem verhindern, dass nur noch Luxusmietwohnungen und teure Kaufobjekte gebaut werden. Das alles erreichen wir, indem kommunale Flächen nach Konzeptqualität vergeben und in städtebaulichen Verträgen Vereinbarungen verankert werden.

Wir müssen den Wohnungsbau für sämtliche Teile der Bevölkerungen attraktiv gestalten: gute Investitionsbedingungen, weniger Verwaltungsaufwand sowie die Gleichbehandlung von Land und Stadt. Neustadt soll für alle Menschen ein attraktiver Lebensraum sein.“

Christina Schlicker (links) und Dominic Herbst gehen in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Quelle: Mirko Bartels

Herbst regt stadteigene Entwicklungsgesellschaft an

Dominic Herbst (Grüne) sagt: „Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu bekommen, sollten Anreize geschaffen werden, damit private Investoren bereit sind, Wohnungen mit geringeren Mieten anzubieten. Nach meiner Idee kann dies funktionieren, wenn die Stadt Grundstücke zu vergünstigten Konditionen veräußert und Investoren sich verpflichten, die Miete konstant unter dem Mietspiegel zu halten. Zusätzlich kann die Stadt eine eigene Entwicklungsgesellschaft für Grundstücke und Wohnbebauung gründen und über diese dann entsprechend günstigen Wohnraum vermarkten.

Generell muss in den Neubaugebieten Platz geschaffen werden, damit auch Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Denn gerade in der Kernstadt ist es sehr schwer, Wohnungen in den gewünschten Größen zu entsprechenden Preisen zu finden. Die Förderungen für sozialen Wohnungsbau sollten entsprechend genutzt werden, hier müssen alle Förderprogramme analysiert und angezapft werden. Auch in den kleineren Ortschaften muss das Bauen mehr ermöglich werden. Damit Familien das Dorfleben bereichern, muss auch die Möglichkeit bestehen, in den Dörfern zu bauen. Hier sollen keine riesigen Neubaugebiete entstehen, aber kleinere Einheiten für Wohnbebauung sollten überall zu finden sein.“

Von Kathrin Götze

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