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Neustadt TSV Mariensee pflegt Partnerschaft seit 40 Jahren
Aus der Region Region Hannover Neustadt TSV Mariensee pflegt Partnerschaft seit 40 Jahren
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00:16 31.05.2019
Heinrich Hahn (von links), Andreas Biester, Fabian Zieseniß, Petra Jäkel, Swenja Theisz und Christine Hildewerth gehören zum Organisationskomitee der Franzosenfreunde des TSV Mariensee-Wulfelade. Quelle: Carola Faber
Mariensee

Sie haben den Grundstein für die Städtepartnerschaft gelegt: Die Vorbereitungen beim TSV Mariensee-Wulfelade für die Jubiläumsfahrt in die Partnerstadt La Ferté-Macé laufen auf Hochtouren. In diesem Jahr existiert die internationale Partnerschaft mit dem Fußballverein Jeunesse Fertoise aus La Ferté-Macé bereits 40 Jahre. Bei einem Treffen im Sportheim haben Mitfahrer Details abgesprochen, Erfahrungen ausgetauscht und Erinnerungen aufgefrischt.

Sportring gab Impuls für Partnerschaft

Im Jahr 1978 gab der damalige Sportring-Vorsitzende Walter Klimsa bei einer Sitzung bekannt, dass ein gewisser französischer Fußballclub eine Partnerschaft mit einem deutschen Fußballverein anstrebt. Die Marienseer Vereinsdelegierten Fritz Redeker und Christa Bammel nahmen spontan die Unterlagen mit. Bereits 1979, ein Jahr vor der offiziellen Partnerschaft der beiden Städte, ist eine Abordnung des damaligen TV Mariensee erstmals in die Normandie gereist, hat somit Pionierarbeit geleistet.

Marienseer organisieren eigene Reise

Nachdem die Städtepartnerschaft mit La Ferté-Macé im Rat beschlossen worden war, gründeten Neustädter 1980 den Verein zur Pflege internationaler Beziehungen. „Wir sind im TSV Mariensee-Wulfelade mit rund 40 Personen sozusagen eine Sektion des Neustädter Vereins. Den Austausch mit den Franzosen organisieren wir selbst, da ein gemeinsames Handeln praktisch nicht zu bewältigen wäre“, sagt Urgestein Heinrich Hahn, der sich immer noch sehr gut an die erste Reise in die Normandie erinnert.

„Wir gingen mit einem Führer durch das Watt zum Mont Saint-Michel, auf einer Insel vor der Küste, als die Flut auflief. Das Wasser stieg schnell in den Prielen an. Es reichte uns bald bis zu den Hüften. Um uns herum schwammen Fische. Die Kinder wurden auf den Schultern getragen. Und nach der aufregenden Wanderung gab es Salzwiesenlamm, eine Delikatesse“, schwärmt er heute noch von einem Abenteuer an der Küste.

Innige Freundschaften entstehen

Auch Christine Hildewerth gehört zu den 22 Pionieren, die 1979 mit den TVM-Fußballern erstmals La Ferté-Macé besuchten. Denn die Hauptorganisatoren in Mariensee waren damals Hans Tegtmeier, Wilfried Gehrke, Helmut Hildewerth, Jürgen Hildewerth und deren Ehefrauen. Seitdem sind innige Freundschaften entstanden. Teilweise nehmen an den Fahrten schon die Enkel teil. „Inzwischen feiern wir mit unseren französischen Freunden die runden Geburtstage zusammen. Eins der schönsten Erlebnisse war die Hochzeitsfeier von Carole Lemonier, der Tochter unserer französischen Freunde. Es sind einfach wunderbare Erlebnisse“, sagt Christine Hildewerth über die vier Jahrzehnte währenden besonderen Beziehungen.

Delegation reist am Mittwoch nach Frankreich

Auch kurz nach der Europawahl pflegen zahlreiche Neustädter den Kontakt ins Nachbarland Frankreich. Seit 1980 besteht eine Partnerschaft. Jährliche wechselseitige Besuche haben über die Jahrzehnte Tausende Deutsche und Franzosen zusammengeführt. Am Mittwoch, 29. Mai, macht sich wieder eine Gruppe Neustädter auf die rund neunstündige Busreise zur Partnerstadt La Ferté-Macé. Bis Sonntag, 2. Juni, bleibt die 65-köpfige Delegation im Nordwesten Frankreichs. Es sollen bestehende Freundschaften gepflegt und neue hinzugewonnen werden.

Eine ganz besondere Reise kann es für die Hagener UWG-Ratsfrau Magdalena Itrich werden: Sie wird gemeinsam mit ihrer Tochter unterwegs sein, ist die Gewinnerin eines Preisausschreibens des Vereins zur Pflege internationaler Beziehungen auf der Robby. „Wie heißt der französische Präsident? Welches Brot essen die Franzosen am liebsten? Wie heißt die Hauptstadt von Frankreich?“, sind nur einige der einfacheren Fragen, die Itrich richtig beantwortete. „Ich freue mich riesig“, sagte die Gewinnerin, als ihr Vereinspräsidentin Sabrina Laub und Stellvertreter Adel Amor den Gewinn überreichten.

Touristische Ausflüge in die Umgebung und ein festliches Beisammensein am Abschlussabend gehören zum Programm, das die Neustädter in Frankreich erwartet. Sportlich soll es für die mitreisenden Handballer des TSV zugehen: Sie nehmen an einem Turnier mit französischen Teams teil.

Von Carola Faber

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