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Neustadt VHS-Weiterbildungszentrum wird bis 2022 geschlossen
Aus der Region Region Hannover Neustadt VHS-Weiterbildungszentrum wird bis 2022 geschlossen
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17:06 05.11.2019
Das Gebäude an der Goethestraße wird an die Region Hannover zurückgegeben. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Das Aus für die berufliche Bildung an der Volkshochschule wird vor allem Institutionen in Neustadt betreffen. Das Grundstück des Weiterbildungszentrums (WBZ) an der Goethestraße 11-13 soll spätestens zum 1. Juli 2022 an die Region Hannover zurückgegeben werden. So steht es in einem Vorvertrag zwischen Region und den Trägerkommunen der VHS, zu denen neben Neustadt und Wunstorf auch Garbsen, die Wedemark und Burgwedel gehören. Auch das Möbellager an der Landwehr wird nicht von der VHS weitergeführt.

Logistik-Pilotprojekt bereitete neue Zeiten vor

Im WBZ haben die Mitarbeiter des Fachbereichs sich bereits auf neue Zeiten vorbereitet: Mit einem Pilotprojekt im Bereich Logistik machen sie seit 2018 Firmen maßgeschneiderte Angebote, haben neben Ladebrücken, Regalen und Gitterboxen auch einen ganzen Fuhrpark an Gabelstaplern angeschafft, damit die Auszubildenden dort zentral für den Staplerschein üben können. Diese Angebote an Unternehmen wolle man gerne aufrecht erhalten, sagt VHS-Geschäftsführerin Martina Behne. Ob und wie das künftig gehen kann, sei allerdings noch Verhandlungssache. Mit dem Ende des WBZ müssten zumindest neue Räume bezogen werden.

Öffentliche Maßnahmen werden eingestellt

Das Dienstleistungszentrum der VHS in Neustadt, in dem sich das Möbellager befindet, liegt an der Landwehr 5. Quelle: privat

Was spätestens ab März 2022 eingestellt wird, sind die Maßnahmen im Auftrag der öffentlichen Hand wie Umschulungen und so genannte Arbeitsgelegenheiten (AGH). Darauf basiert zum Beispiel das Möbellager, das die VHS am Bahnhof betreibt. Es wird wohl in der bisherigen Form nicht erhalten bleiben. Die Stadt sei aber auf der Suche nach einem neuen Betreiber, der die Aufgabe übernimmt, sagt Rathaussprecherin Carmen Rigbers.

Laut Geschäftsführerin Behne ist das Dienstleistungszentrum mit dem Möbellager „ein Stück Zuhause“ für die Teilnehmer der Arbeitsgelegenheiten, die bis zu 30 Stunden in der Woche beschäftigt werden – auch Ehemalige nutzten es noch als Anlaufstelle. In dem Kaufhaus selbst gibt es 19 solche Arbeitsplätze, in Grün- und Holzprojekten arbeiten bis zu acht Teilnehmern, drei helfen in der KGS-Mensa aus, zwei in der Kleiderkammer des DRK.

Neue Angebote richten sich an Unternehmen

Im neuen Programm laufen die Angebote an Firmen nun unter dem Titel „Arbeitswelt“ – die Idee für diesen Namen und dessen Inhalt habe sie mit nach Neustadt gebracht, sagt Geschäftsführerin Behne. Gemeinsam mit der neuen Leiterin Agnes Wörner habe sie ein neues Konzept in Arbeit. Es geht vor allem darum, kleinen und mittleren Unternehmen maßgeschneiderte Bildungsangebote zu machen.

Region bemängelt hohe Kosten

Was die alten Angebote angeht, werden sie laut Vorvertrag bis spätestens 2022 auslaufen, neue Maßnahmen werden nicht mehr begonnen. Die Volkshochschule hatte sie nach Gründung der Region Hannover im November 2001 von der Landkreis-VHS übernommen. Die Region Hannover hatte aber bemängelt, dass die Kosten zu hoch seien. Nun arbeiten die Trägerkommunen an der Auflösung: In Wunstorf hat die politische Beratung über den Vorvertrag bereits begonnen, auch der Neustädter Rat werde voraussichtlich noch im November damit anfangen, sagt Stadtsprecherin Rigbers.

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Von Kathrin Götze

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