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Neustadt Migranten bekommen Verkehrsunterricht
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15:32 26.11.2018
Kontaktbeamtin Pamela Hoffmann erläutert, worauf es bei einem verkehrssicheren Fahrrad ankommt. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Diese Nachschulung könnte wohl auch mancher Einheimische gut gebrauchen. Verkehrserziehung für Erwachsene war am Montagmorgen Thema im Integrationskurs der Volkshochschule. Kontaktbeamtin Pamela Hoffmann gab den Teilnehmern auf einem kleinen Spaziergang durch die Innenstadt praktischen Unterricht.

Erste Station war direkt vor der Tür des Bildungszentrums Goethestraße. Dort unterzog die Polizistin Abdulbasset Yassins Fahrrad einer Inspektion. Bremsen, Reflektoren, Kindersitz – alles in Ordnung – nur das Rücklicht streikt und die Klingel könnte heller tönen, so das Fazit. Hoffmann weist auf die Fahrradwerkstatt in der Begegnungsstätte Silbernkamp hin, in der Freiwillige immer dienstags ab 15 Uhr Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

Zebrastreifen, Verkehrsinsel, Fußgängerzone und Ampel, waren die nächsten Stationen auf dem Rundgang. Die Teilnehmer gehen brav mit und hören zu, während Hoffmann ihre Erläuterungen gibt. „Auf dem Fußgängerüberweg haben Fahrradfahrer keinen Vorrang –weder an der Ampel, noch am Zebrastreifen“, sagt sie. Und in der Fußgängerzone weist sie besonders deutlich auf das Radfahrverbot hin, das tagsüber vom Modehaus Wage bis zum Marktplatz gilt.

Auch wenn Schilder, Ampeln und andere Verkehrszeichen weltweit verbreitet sind, gibt es in Deutschland andere Feinheiten, auf die geachtet wird.Und Regeln, an die sich auch die Einheimischen nicht immer halten. „Wir sehen schon immer mal Leute, die mit dem Fahrrad über die Ampel fahren oder durch die Fußgängerzone“, sagt Kontaktbeamtin Hoffmann, „auch mit dem Handy in der Hand Fahrrad zu fahren ist verboten“.

Es gebe im hiesigen Verkehr auch andere Gebräuche als beispielsweise in Syrien, im Irak oder Afghanistan, sagt Kursleiterin Karin Grübler. „In vielen Ländern ist es zum Beispiel üblich, auch bei roter Ampel die Straße zu überqueren.“ Ihr gehe es darum, einen möglichst umfassenden und praxisnahen Einblick ins Leben in Deutschland zu geben, „und es ist eine Chance, die deutsche Sprache in der Praxis zu üben.“

An der Fußgängerampel der Marktstraße Richtung Bahnhof lernt die Gruppe noch, dass nicht jede Ampel optimal geschaltet ist: Während die zwölf Teilnehmer Hoffmann über die Straße folgen, springt das Männchen auf Rot um –und prompt findet sich ein Beobachter, der schimpft und die Polizeibeamtin beschuldigt, falsches Verhalten zu lehren.

Davon lässt sich Hoffmann aber nicht verdrießen. Sie will nach dem Testlauf am Montag auch weiteren Integrationskursen eine Spezialeinheit zum Verkehr anbieten. „Ich finde, Prävention ist besser als Repression“, sagt sie. „Und bevor man den Leuten nachher Bußgeld für Verstöße abnimmt, sollten sie wenigstens die Regeln kennen lernen.“

Von Kathrin Götze

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