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Neustadt Abschied aus dem Weihnachtswunderland
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00:18 26.12.2018
Die Pfarrwohnung haben Annedore Wendebourg und ihr Mann Rolf Asmussen schon geräumt - dort sind jetzt Massen von gespendetem Weihnachtsschmuck ausgestellt. Quelle: Kathrin Götze
Helstorf

An Weihnachten feiern die Christen die Ankunft Jesu Christi. Für Pastorin Annedore Wendebourg in Helstorf liegt aber bei allen Vorbereitungen auch ein Hauch Abschied in der Luft. Im Januar wechselt die Pastorin in den Ruhestand, nach mehr als 17 Jahren Seelsorge in der Gemeinde.

Die Pfarrwohnung an der Brückenstraße haben sie und ihr Mann Rolf Asmussen schon geräumt, eine kleinere im Dorf bezogen. „Das wird bestimmt ein wenig seltsam, dann gar nicht mehr zu arbeiten“, sagt sie versonnen, während sich auf dem Besuchertisch im Pfarrbüro noch die Grußkarten stapeln. Wendebourg schreibt allen Mitarbeiten der Gemeinde einen kleinen Weihnachtsgruß von Hand. „Es ist wichtig, sich jeden einzelnen vor Augen zu rufen, statt allen nur einen Standardtext zu schicken“, findet sie.

Ideen für die Weihnachtspredigten hat sie schon lange gesammelt, diesmal wird sie am Heiligabend von der Kanzel sprechen. „Eigentlich mag ich das nicht so – zum Einen macht mir die Hüfte Probleme, zum anderen ist man da so weit weg von der Gemeinde.“ Doch die Gemeinde hat schöne, große Krippenfiguren bekommen, die den Raum vor dem Altar besetzen. „An Weihnachten ist die Kirche ja auch voll, dann geht das auch mal von oben.“

Auch auf den kleineren Gottesdienst im Abbenser Seniorenheim freut sich die Seelsorgerin schon: „Das gibt ganz besondere Momente, wenn zum Beispiel ein Bewohner, der jahrelang nicht gesprochen hat, auf einmal lauthals ,Oh du fröhliche’ singt.“ Da glitzern die Augen ein wenig verräterisch, Wendebourg wischt sie energisch und läuft voran in die bisherige Pfarrwohnung. „Die ist schön geräumig, wir mussten reichlich aussortieren“, sagt sie.

Die Wohnung erinnert nun an ein Weihnachts-Wunderland: Auf Tischen und an den Wänden sind Massen von Weihnachtsschmuck arrangiert, den Privatleute der Gemeinde gespendet haben. Dabei ist ein Großteil der Spenden schon verkauft: „Wir machen das jedes Jahr, das Geld geht an ein Krankenhaus in Aira, Äthiopien“, sagt die Pastorin. Dieses Mal hätten sich die Spender selbst übertroffen. „Bisher waren wir froh, wenn wir mal 1000 Euro zusammenbekommen haben –diesmal sind es sogar 2000 Euro geworden.“

Nun muss noch geregelt werden, wo all die übrigen Schätze einmal hinkommen sollen. Auch das Büro muss sie noch fertig ausräumen und mit dem möglichen Vertreter einige Absprachen treffen. „Es gibt einen Interessenten, aber ganz spruchreif ist das noch nicht“, sagt sie. bis die Nachfolge geregelt ist, wird ohnehin noch etwas Zeit ins Land gehen. Am 13. Januar wird Annedore Wendebourg in einem Abschiedsgottesdienst entpflichtet. Für den letzten Gottesdienst in Helstorfs Kirche wartet sie am 30. Dezember ab 17 Uhr noch einmal mit einer Spezialität auf: der Predigt auf Plattdeutsch, zu der regelmäßig zahlreiche Gäste von außerhalb kommen.

Von Kathrin Götze

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