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Neustadt Wissenschaftler wollen Bienensperma konservieren
Aus der Region Region Hannover Neustadt Wissenschaftler wollen Bienensperma konservieren
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15:43 09.08.2018
Agrarwissenschaftlerin Martina Henning (links) ist zuständig für die Deutsche Genbank in Mariensee. Quelle: Haase
Mariensee

Auch Bienensperma kann konserviert werden und soll es auch vom kommenden Jahr an am Institut für Nutztiergenetik in Mariensee. „Das ist ein Beitrag zum Artenschutz“, sagte Martina Henning, Agrarwissenschaftlerin und Geschäftsführerin der Deutschen Genbank. Die Einrichtung befindet sich seit zwei Jahren auf dem Institutsgelände gegenüber dem Kloster. Dort wird Erbmaterial bei minus 190 Grad in flüssigem Stickstoff gelagert. „Es geht um den Erhalt von Rinder-, Schweine- oder anderen Nutztierrassen, die aktuell nicht mehr Bedeutung für die Landwirtschaft haben, aber künftig etwa durch den Klimawandel wieder welche erlangen könnten“, erläuterte Henning.

Zugehört haben der Wissenschaftlerin am Donnerstag Claudia Schüssler, Silke Lesemann, Thela Wernstedt, Kerstin Liebelt und Rüdiger Kauroff aus der SPD-Landtagsfraktion. Ihre Neustädter Kollegin Wiebke Osigus hatte den Besuch beim Institut als Bestandteil der Sommertour organisiert, die die Abgeordneten durch die Wahlkreise führt. „Wir wollen uns informieren, aber auch etwas über Sorgen und Nöte erfahren“, erklärte Osigus.

Die sind in Mariensee mit seinen aktuell 120 Mitarbeitern nicht so groß, wie sie schon einmal waren. „Der Bestand der Einrichtung ist gesichert“, betonte Leiter Heiner Niemann. Zu Zeiten, als die Grünen mit der SPD die Landesregierung bildeten, sei dies anders gewesen. Der Wissenschaftler verwies auf anstehende Umstrukturierungen, durch die die Institute für Tierernährung in Braunschweig sowie Tierschutz und Tierhaltung in Celle der Einrichtung angeschlossen werden sollen. Nach zwischenzeitlichen Verzögerungen ist dies nun für 2020 geplant.

Niemann gehört zu den Experten für Xenotransplantation, also der Verwendung tierischer Zellen in der Humanmedizin. „Der Bedarf an Spenderorganen ist größer als die Menge, die zur Verfügung steht. Das Schwein beispielsweise als Organlieferant kann helfen, die Lücke zu schließen“, erklärte er. Dazu seien genetische Veränderungen an den Tieren erforderlich. Ob denn Mariensee deshalb Zielpunkt von Kritikern sei, wollte Lesemann wissen. Niemann verneinte: „Wir setzen auf Offenheit und Transparenz, das wirkt sich aus.“

Von Bernd Haase

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