Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Neustadt Naturschutz in Laderholz: Renaturierung der Alpe ist sichtbar
Aus der Region Region Hannover Neustadt Naturschutz in Laderholz: Renaturierung der Alpe ist sichtbar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:58 21.07.2019
Der Staatsminister und CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt (links) wirft gemeinsam mit Friedrich Andermann und Anke Willharms einen Blick auf die Alpe. Quelle: Mirko Bartels
Laderholz

Wie Natur- und Landschaftsschutz in Zusammenarbeit mit Landwirten realisiert wird, war das Hauptthema bei einer idyllischen Kaffeetafel direkt hinter der Laderholzer Wassermühle. Das es dabei hauptsächlich um die Alpe ging, lag in der Natur der Sache – schließlich treibt der am Westrand der Dudenser Moorsenke entspringende Zufluss der Aller die Mühle im Neustädter Land seit Jahrhunderten an. Der Staatsminister und Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt (CDU) wollte sich bei seiner Sommertour durch den Wahlkreis zum Thema Renaturierung der Alpe direkt vor Ort informieren lassen.

Renaturierung der Alpe

In den vergangenen Jahren haben der Unterhaltungsverband Alpe-Schwarze Riede und die Aktion Fischotterschutz e.V. entlang der Alpe in der Region Hannover und dem angrenzenden Landkreis Nienburg beim sogenannten Aller-Projekt einige Maßnahmen entlang der Alpe durchgeführt – eine davon in direkter Nähe zur Wassermühle: Mit Hilfe von Totholz soll das Gewässerprofil naturnäher gestaltet werden – zuletzt ist dies zwischen Bevensen und Laderholz geschehen.

„Wir freuen uns, dass man bereits Ergebnisse sehen kann“, sagte Anke Wilharms, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Aktion Fischotterschutz e.V. in Hankensbüttel. Sie begutachtete an diesem Nachmittag gemeinsam mit Vertretern der lokalen Politik, Landwirtschaft, dem Naturschutz und dem Bundestagsabgeordneten die Ergebnisse des Aller-Projekts am Laderholzer Ortsrand. Man wolle mit den Veränderungen am Flussbett die die Strömungs- und Strukturvielfalt in dem Gewässer erhöhen. Die Alpe führe viel Sand mit sich, der den für einige Fisch-Arten notwendigen Kiesgrund bedecke und zum Beispiel die Fortpflanzung der Tiere behindere. Insgesamt gehe es aber um die Vielfalt im Flussbett: „Ruhige Zonen sind für viele Tiere ebenso wichtig wie tiefe Bereiche und schnell fließende Stellen“, sagte Willharms.

Um den weiteren Sandeintrag zu minimieren könnten breitere, geschützte Uferbereiche, die von landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht befahren werden dürfen, zusätzlich helfen, weiteren Schaden an Gewässern zu verhindern. Tatsächlich müsse man aber ein Gesamtpaket schnüren, um allen Beteiligten gerecht zu werden, waren sich die Teilnehmer der Besichtigung einig.

Die Kosten sind gering

Positives berichtete Willharms über die Kosten für solche Maßnahmen: Wo die Preise für aufwendige Umleitungen oder gar die Erneuerung alter Flussläufe schnell in die Millionen gingen, könnten solche Projekte wie an der Alpe an den einzelnen Standorten für wenige Tausend Euro realisiert werden.

Lesen Sie auch:Die Alpe strömt jetzt über Kiesbetten

Hoppenstedt besucht Angler und setzt Aale in der Leine aus.

Von Mirko Bartels

Bei romantischer Sonnenuntergangsstimmung haben fast 300 Zuhörer auf der Naturbühne im Bürgerpark ein gefühlvolles Konzert mit „Von hier – Die Band“ erlebt.

21.07.2019

Stark Texte: Die Singer-Songwriter Norman Keil und Alex Diehl haben beim Konzert in Küsters Hof mit ihren selbst geschriebenen Lieder beeindruckt. Von Balladen bis zu rockigen Nummern war alles dabei.

21.07.2019

Mehr als 160 Kilogramm junger Farmaale haben sich Angler aus der Umgebung am Freitag in Neustadt abgeholt. Die Jungtiere sollen in der Leine und anderen Gewässern ausgesetzt werden, um den Bestand zu sichern. Auch der Staatsminister Hendrik Hoppenstedt (CDU) war dabei.

20.07.2019