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Neustadt Schloss Landestrost hat neue Stühle
Aus der Region Region Hannover Neustadt Schloss Landestrost hat neue Stühle
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00:24 22.03.2018
Neue Stühle im Schloss (von links): Heinrich Jagau, Roland Kallweit und Anja Römisch sitzen gut. Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

 Die ersten Tests sind schon bestanden: Bei der Versammlung der Gemeinschaft für Wirtschaftsförderung am Donnerstag und beim Uwaga!-Konzert am Freitag haben die Gäste die neuen Stühle im Schloss Landestrost bereits ausprobiert. „Es sind keine Klagen gekommen“, sagt Roland Kallweit vom Team Kultur mit einem Lächeln. 

280 Stühle, Modell Ceno, vom Markenhersteller Wilkhahn aus dem nahen Eimbeckhausen am Deister hat die Sparkasse Hannover dem Schloss jetzt spendiert, dazu auch noch passende Konferenztische, denn das Schloss beherbergt auch Tagungen. Die Stühle sind etwas weicher gepolstert als die Vorgängermodelle, verfügen außerdem über höhere Lehnen. „Darauf können auch größer gewachsene Gäste besser sitzen“, mutmaßt Anja Römisch, Geschäftsführerin der Stiftung Kulturregion, die das Schloss unterhält.

Die Vorgängermodelle, mit hölzernen Beinen und flacherer Kunststofflehne, waren 25 Jahre lang in Benutzung. Und sind es weiter: „Wir haben sie an gemeinnützige Einrichtungen weiter gegeben, einige hat zum Beispiel die Kirchengemeinde Dudensen bekommen, auch im Binderhaus Rodewald stehen welche“, berichtet Römisch. Dass sie ersetzt wurden, geht auf eine Besucherbefragung zurück, die das Team Kultur im Jahr 2016 gemacht hat. „Die Leute sind mit Atmosphäre, Service und Programm zufrieden – nur Beschwerden über die Stühle hatten wir öfter“, sagt Teamchef Kallweit

Doch Stiftungsgeld ist knapp, deshalb traf es sich gut, dass Stiftungsvorstand Heinrich Jagau auch Vorstand der Sparkasse Hannover ist. Das Geldinstitut hat die 170.000 Euro für die neuen Möbel gespendet. Der Vorstand sei sehr zufrieden mit der Kulturarbeit im Schloss, betonte Jagau noch. „Früher war uns das Schloss lieb und teuer, heute ist es uns lieb und preiswert.“

Kein Wettbewerb zum Neubau

Für den geplanten Neubau des Westflügels am Schloss wird es keinen Architektenwettbewerb geben. Das hat Stiftungs-Geschäftsführerin Anja Römisch am Montag gesagt. „Ein Wettbewerb lohnt, wenn man frei in der Gestaltung ist“, sagte sie. Der Schlossflügel werde nach Vorgaben des Denkmalschutzes und Erfordernissen der Nutzer gestaltet. Amtsgericht und Volkshochschule sind dafür im Gespräch mit dem Architekten Ralf Kröger, der auch die Sanierung des Nordflügels geleitet hat. göt

Von Kathrin Götze