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Neustadt Kirchenkreis sieht Personalmangel bei Pastoren
Aus der Region Region Hannover Neustadt Kirchenkreis sieht Personalmangel bei Pastoren
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15:11 23.10.2018
Ralph Clemens und Emily Heidorn absolvieren im Kirchenamt eine Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten. Ihre Leiterin ist Andrea Furche. Quelle: Marcus Buchholz
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Wunstorf/Neustadt

Der Fachkräftemangel ist längst nicht mehr nur ein Problem für die Wirtschaft, sondern auch für die evangelisch-lutherische Kirche in Neustadt und Wunstorf. Darauf wies Superintendent Michael Hagen in seinem Bericht zur Leitung des Kirchenkreises am Montagabend im Gemeindehaus der Stiftskirche in Wunstorf hin. Es bahne sich ein Nachwuchsmangel von Pastorinnen und Pastoren an, sagte Hagen mein Kirchenkreistag. Man müsse attraktive Pfarrstellen schaffen, „die junge Pastoren anlocken“, erklärte der Superintendant vor den anwesenden Mitgliedern.

Beim Parlament des Kirchenkreises, dem Kirchenkreistag, informierten die verschiedenen Ausschüsse in mehr als zehn Berichten ihre Mitglieder über die Arbeit in den Kirchengemeinden und Einrichtungen. Nicht nur Personalstrategien für neue Pastoren wurden diskutiert, sondern auch die Einführung des neuen Buchführungssystems im Kirchenamt und die Werbung für Klinikseelsorge im Krankenhaus. Als Ziel wurde festgelegt, dass sich der künftige Kirchenkreistag diesen Themenfeldern dringend annehmen muss.

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Leiterin des Kirchenamtes Andrea Furche berichtete, dass das Kirchenamt mit 61 Angestellten personell gut aufgestellt sei und zeigte sich besonders über die beiden neuen Auszubildenden Ralph Clemens (22) und Emily Heidorn (19) erfreut, die den Beruf des Verwaltungsfachangestellten erlernen. Zu den Aufgaben der beiden jungen Leute gehöre vor allem die Fachbereiche Haushalt, Bau, Liegenschaften, Friedhöfe und auch die kirchlichen Kindertagesstätten. „Büro war schon immer meins, da hat sich Kirche angeboten“, sagte die 19-jährige Auszubildende über ihre Tätigkeit.

Über die schulkooperative Jugendarbeit berichtete die Wunstorfer IGS-Schulpastorin Franziska Oberheide. Sie wies daraufhin, wie wichtig dieses Arbeitsfeld sei, da darüber auch Kinder und Jugendliche mit dem christlichen Glauben in Kontakt gebracht werden, die im häuslichen Umfeld keinen Zugang zum Protestantismus hätten.

Von Marleen Gaida