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Pattensen FiBu-Abend thematisiert Judenverfolgung in Warschau
Aus der Region Region Hannover Pattensen FiBu-Abend thematisiert Judenverfolgung in Warschau
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12:00 25.11.2018
Die wahre Geschichte um ,,Die Frau des Zoodirektors" wird beim FiBu vorgestellt. Quelle: privat
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Pattensen-Mitte

Bei dem Film- und Buchabend (FiBu) der Stadtbücherei Pattensen konnten Büchereileiterin Cornelia Schneider und ihr Team jetzt 45 Gäste begrüßen. Im Mehrzweckraum im neuen Rathaus ist noch bis Freitag, 30. November, die Ausstellung „Deportationsort Ahlem – Judentransporte ab Hannover 1941-44“ zu sehen. Aus diesem Anlass hat die Stadt unter dem Titel StadtGedenken eine kleine Veranstaltungsreihe mit Lesung und Konzert organisiert.

Beim FiBu wurde unter dem Titel „Die Frau des Zoodirektors“ als Buch und Film die wahre Geschichte von Jan und Antonia Zabinski erzählt, die im Warschauer Zoo 300 Juden verstecken und retten konnten. Viele FiBu-Besucher nutzten die Zeit vor Veranstaltungsbeginn, um sich in der Ausstellung umzuschauen.

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In einer zehnminütigen Buchvorstellung stellte Schneider dann den Besuchern die Geschichte des Ehepaars Zabinski vor und berichtete über ihre Position in ihrem Zoo kurz vor Kriegsbeginn. Einige, ihr wichtige Textstellen aus dem Buch von Diane Ackerman las sie vor. Im Anschluss startete der zweistündige Film, der nach Angaben Schneiders „alle Anwesenden sehr beeindruckte“. Es gab zwar für die Familie Zabinski und die Geretteten eine Art Happyend, aber die damaligen Lebensumstände der polnischen Bevölkerung und vor allem der jüdischen Polen machte viele Gäste betroffen. „Alles in allem war es trotzdem oder gerade deswegen ein gelungener Abend“, sagt Schneider. „Viele gaben uns ein begeistertes Feedback.“

Die Ausstellung im Rathaus, Rathausplatz 1, ist bei freiem Eintritt noch bis einschließlich Freitag, 30. November, zu sehen: täglich von 8 bis 12 Uhr sowie montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Am Montag steht von 14 bis 16 Uhr Jörg Claassen für Fragen bereit, am Donnerstag von 15 bis 18 Uhr Gertraude Kruse. Mit einer Finissage und einem Kamingespräch mit dem Titel „Wieso Gedenken?“ endet das StadtGedenken am 30. November, 19 Uhr, im Mehrzweckraum im Rathaus.

Von Kim Gallop

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