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Pattensen CDU will Pattenser Spielplatzangebot verbessern
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00:17 04.04.2019
Anna (7) und Jan (8) wollen erreichen, dass der derzeit abgesperrte Hügel auf dem Spielplatz an der Brüsseler Straße wieder instand gesetzt wird. Quelle: Daniel Junker
Pattensen-Mitte

Der CDU-Ortsverband Pattensen-Mitte will das Spielplatzangebot im Ort verbessern und hat eine entsprechende Offensive ins Leben gerufen, um Eltern und Kinder zur aktuellen Situation in der Stadt zu befragen. Am Sonnabend hatte die Gruppe einen Stand neben dem Spielplatz an der Brüsseler Straße aufgebaut, um dort mit den Bürgern in Kontakt zu kommen.

„Es ist unser erstes Treffen zur Spielplatz-Offensive“, sagt Georg Thomas, Ratsmitglied und stellvertretender CDU-Stadtverbandsvorsitzender. Die Christdemokraten wollten von den Bürgern in Erfahrung bringen, wie der Bedarf an Spielflächen sei und was Eltern in Bezug darauf für Ideen hätten. „Wir wollen wissen, welche Spielplätze noch bespielt werden und wie es mit einer altersgerechten Ausstattung aussieht“, ergänzt die stellvertretende CDU-Ortsverbandsvorsitzende Stefanie Behrends. Auf vielen Spielplätzen stünden zum Beispiel Geräte für Drei- bis Sechsjährige, aber nur wenige für jüngere oder ältere Kinder. „Das gilt für fast alle Spielplätze.“

Spielgeräte in Pattensen werden häufig ohne Ersatz entfernt

Die Stadt lasse zudem häufig Geräte auf Spielplätzen abbauen, ohne sie zu ersetzen. „Ich bin vor sechs Jahren nach Pattensen gezogen“, berichtet Behrends. Auf einem Spielplatz etwa seien in dieser Zeit von zwölf Spielgeräten sechs entfernt worden. „Am Redener Weg ist eine beliebte Rutsche abgebaut worden“, fügt Thomas hinzu. „Wir haben uns im Rat dafür eingesetzt, dass sie ersetzt wird.“ Bis heute sei das aber nicht geschehen. „Wir wollen erreichen, dass in jedem Haushaltsjahr 15.000 bis 20.000 Euro eingestellt werden, um defekte Spielgeräte instandzusetzen oder zu ersetzen“, sagt der Ortsverbandvorsitzende. „Wir haben bei der Stadt nachgefragt: Es ist offenbar kein Geld da, um für Ersatz zu sorgen. Das hat die Mitarbeiterin selbst bedauert.“ Die CDU befürchtet, dass nach und nach weitere Spielgeräte ersatzlos abgebaut werden, wenn nicht gegengesteuert werde. Der Spielplatz an der Max-Eyth-Straße sei mittlerweile sogar ganz Geschichte. „Er war erst abgesperrt. Irgendwann war dann auch das Spielplatz-Schild verschwunden“, sagt Behrends.

Ein weiteres Problem: Während es im nordwestlichen Teil von Pattensen acht Spielplätze gibt, sind im südlichen Teil keine zu finden, die fußläufig zu erreichen sind. „Eine Tagesmutter hat uns darauf aufmerksam gemacht“, berichtet Behrends. „Wir wollen Prioritäten setzen, es soll sich da etwas verändern. Die Frage ist, wie das finanziell umgesetzt werden kann.“ Daher will die CDU nun mit Eltern und Kindern in Kontakt treten.

Eltern sind längst nicht mit allen Spielplätzen zufrieden

„Ich habe mich beteiligt, weil ich möchte, dass sich die Kinder wohl fühlen können, wenn sie auf dem Spielplatz sind“, sagt Buket Göbeloglu, die häufiger ihre zweijährige Schwester und ihre dreijährige Cousine begleitet. „Meiner Meinung nach liegt auf vielen Spielplätzen zu viel Müll herum“, hat die 18-Jährige beobachtet. Auch mit den Spielgeräten an der Brüsseler Straße ist sie nicht zufrieden. „Die Spielgeräte sind für kleine Kinder zu hoch, sie können da nicht rauf und auch nicht wieder herunter.“

Das sieht auch Sebastian Scherer so. Auf dem Podest der Rutsche sei zum Beispiel nur eine Stange angebracht, ansonsten gebe es dort keine Absicherung,. „Kleinere Kinder könnten da unten durchfallen.“ Ihm würde es besser gefallen, wenn es unter der Stange eine weitere Absicherung gegen Stürze gebe. Anna (7) und Jan (8) hatten zu dem Termin am Sonnabend sogar Schilder gebastelt: Sie wollen, dass der derzeit mit Zäunen abgesperrte Spielhügel auf dem Spielplatz wieder freigegeben wird. Auf dem Spielplatz neben dem Lukaskindergarten seien Spielgeräte sogar ersatzlos abgebaut worden, berichtet Scherer. „Die Rutsche, das Wipptier und die kleine Hängebrücke gibt es dort nicht mehr.“ Sarah Witt findet ebenfalls, dass viele Spielplätze in Pattensen für kleine Kinder nicht geeignet sind. Sie fahre deswegen häufiger nach Hiddestorf, Arnum, oder Hemmingen-Westerfeld. „Da gibt es richtig gute Spielplätze. Hemmingen ist viel besser aufgestellt, als wir“, sagt sie.

Auch Fenja Ribinski ist mit den Pattenser Spielplätzen nicht zufrieden. „Auf dem Platz Am Gogericht werden die Spielgeräte nur teilweise erneuert, wenn sie kaputt sind“, kritisiert sie. „Der Spielplatz ist nicht auf dem neuesten Stand. Es dauert manchmal monate- oder sogar jahrelang, bis etwas erneuert ist.“ Auf dem Spielplatz an der Usedomer Straße sei im vergangenen Jahr eine Rutsche kaputtgegangen, weil offenbar Jugendliche einen Stein darauf geworfen hätten. „Die Rutsche wurde immer noch nicht erneuert. Dabei wäre es jetzt notwendig. Wenn der Sommer vorbei ist, brauchen wir das auch nicht mehr.“

Von Daniel Junker

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