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Pattensen Ferienpass ist Renner bei Jugendarbeit
Aus der Region Region Hannover Pattensen Ferienpass ist Renner bei Jugendarbeit
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00:22 25.11.2018
Der Jugendtreff Pattensen am Corvinusplatz liegt im Herzen der Altstadt, es fehlt aber ein Außengelände. Quelle: Kim Gallop (Archiv)
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Pattensen

Das Ferienpassprogramm ist jedes Jahr wieder das Highlight im Angebot der Jugendpflege in Pattensen. Das gilt für die Anbieter – das sind örtliche Vereine, Verbände und Privatpersonen – und auch für die jungen Nutzer. Das sagte Tim Riebe, Leiter der städtischen Jugendpflege, jetzt im Sozialausschuss, wo er von seiner Arbeit berichtete. Die meisten Ferienpassaktionen werden von Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt, die Organisation liegt aber bei der hauptamtlichen Jugendpflege. Im vergangenen Sommer enthielt das Programm mehr als 100 Aktionen. Das sind weit mehr Programmpunkte, als in größeren Städten. Für Pattensen ist die maximale Grenze erreicht, aber nur, weil es nicht mehr Sommerferientage gibt.

„Die Nachfrage ist ungebrochen“, sagte Riebe, „manche Angebote sind dreifach überbucht.“ In diesem Fall werden die Plätze verlost. Dennoch könnten 75 Prozent der Wünsche zum Ferienpassprogramm erfüllt werden, versicherte er: Im Durchschnitt erhält ein Ferienpasskind von 8 angefragten Angeboten während der Sommerferien bei sechs Angeboten einen Platz zugeteilt. Zusätzlich bietet das Team der Jugendpflege für 4 der 6 Sommerferienwochen eine Ferienbetreuung auf dem Gelände der KGS Pattensen an. An dem gemeinsam mit dem Verein Mobile –Trägerverein des Mehrgenerationenhauses – organisierten Angebot haben im vergangenen Sommer 67 Kinder teilgenommen.

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Daumen hoch: Tim Riebe, Leiter der städtischen Jugendarbeit, ist zufrieden mit dem Interesse am Ferienpass. Quelle: Kim Gallop (Archiv)

An der KGS bietet die Jugendpflege während der Schulzeit auch nachmittags Arbeitsgemeinschaften an, etwa für Kochen oder Fußball. Ansonsten konzentriert sich das Angebot auf den Jugendtreff am Corvinusplatz in der Altstadt. Dort werden an vier Tagen in der Woche insgesamt 20 Stunden offene Jugendarbeit angeboten. Dazu kommen Kochaktionen und Mädchen- und Jugendtreffs am Wochenende. Das Angebot im Jugendtreff sei durch das fehlende Außengelände eingeschränkt. „Es ist ein schlechter Standort“, sagte Riebe. In der kälteren Jahreszeit nehmen die Besuche zu.

Die Nutzergruppe beschrieb Riebe als überwiegend männlich, im Alter zwischen 10 und 20 Jahren und mit Migrationshintergrund: Flüchtlinge, Spätaussiedler und auch Kinder von EU-Bürgern aus Ländern wie Rumänien oder Bulgarien. Die Räume des Jugendtreffs werden außerdem regelmäßig für die Disco der Klasse 5 genutzt sowie für Lesungen und Filmvorführungen der Stadtbücherei. „Das soll noch ausgeweitet werden“, sagte Riebe.

Außerdem bietet die Jugendpflege in Kooperation mit der Stadt Sehnde einmal im Jahr eine Reiterfreizeit auf dem Islandpferdehof in Mardorf an. Diese Freizeit, an der ausschließlich Mädchen teilnehmen, wird von Ehrenamtlichen betreut.

Von Kim Gallop