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Pattensen Der Rote Heinz ist heiß begehrt
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00:15 24.05.2017
Sibylle Maurer-Wohlatz richtet die Pflanzenbörse auf ihrem Hof in Reden bereits zum 14. Mal aus. Quelle: Stephanie Zerm
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Reden

"Bereits 30 Minuten nach der Eröffnung der Pflanzenbörse waren vier Kisten mit dem Roten Heinz vergriffen", sagt Sibylle Maurer-Wohlatz von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die die Tauschbörse auf ihrem Hof an der Dorfstraße bereits zum 14. Mal ausgerichtet hat. Der Rote Heinz gilt als wahrscheinlich letzte echte hannoversche Tomatensorte. Viele der alten Sorten sind laut Maurer-Wohlatz vom Aussterben bedroht, da sie von der EU-Sortenliste genommen worden und nicht mehr im Handel erhältlich sind. Durch den Anbau von historischen und samenfesten Sorten könne dieser Schatz jedoch bewahrt werden.

Bei der Pflanzenbörse hatte Besucher zwischen mehr als 100 historischen Pflanzen die große Auswahl. Neben 65 Tomatensorten gab es auch viele ausgefallene Gemüsesorten wie den Berliner Aal, eine vermutlich aus dem Spreewald stammende Freilandgurke, Schlangenzucchini und rote tomatenförmige Auberginen aus Italien. Besucher konnten neben alten Pflanzen auch zahlreiche selbstgemachte Saatgutsorten erstehen: von Sonnenblumen über Mais bis hin zu Stangenbohnen.

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Bei schönstem Sonnenschein bekamen die Gäste zudem zahlreiche Tipps zum Anbau. "Die Saatgutvermehrung kann jeder Kleingärtner mit ein wenig Wissen selber machen", sagte Maurer-Wohlatz. Wie es geht, hat der BUND in der Broschüre „Tomaten selber anbauen“ zusammengefasst. Diese konnten die Hobbygärtner in einer überarbeiteten Auflage mitnehmen.

Von Stephanie Zerm

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