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Pattensen Investor verrät Grundstückpreis noch nicht
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00:18 21.01.2019
Wo jetzt Acker ist, sollen im Anschluss an die Bebauung an der Straße Zum Holze und Hopfenberg (rechts) neue Häuser gebaut werden. Quelle: Kim Gallop
Jeinsen

Auf großes Interesse stößt offenbar das geplante Neubaugebiet Zum Holze in Jeinsen: Ortsbürgermeister Günter Kleuker konnte sich bei der jüngsten Ortsratssitzung über mehr als 30 Zuhörer freuen. Einziger offizieller Tagesordnungspunkt für die Sitzung im Landgasthaus war die Präsentation des Bauvorhabens durch die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG). Nur eine Information rückte NLG-Projektleiter Cord Geweke trotz mehrerer Nachfragen nicht heraus: Wie hoch der Preis pro Quadratmeter Baugrund letztlich sein wird.

Die Fläche für das Baugebiet liegt am Ortseingang von Jeinsen aus Richtung Vardegötzen. Dort stehen schon Einfamilienhäuser zwischen der Straße Zum Holze und der Ortsdurchfahrt im Zuge der Kreisstraße 201 (Vardegötzer Straße). Die neuen Baugrundstücke sollen auf der anderen Seite der Straße Zum Holze entstehen und fast bis zur Ortsdurchfahrt herunter gezogen werden.

Anhand von Plänen und Tabellen stellte Diplomingenieurin Petra Oelfke, bei der NLG für die Baulandentwicklung zuständig, das Projekt vor. Entwickelt wird eine etwa 1,8 Hektar große Fläche, die bisher als Wiese oder als Acker genutzt wird. Es werden Grundstücke für 22 Einfamilienhäuser ausgewiesen. Das kleinste Grundstück ist 488 Qudratmeter groß, das größte hat 700 Quadratmeter, die anderen Bauplätze sind zwischen 600 und 650 Quadratmeter groß.

Die NLG übernimmt die Erschließung, also den Bau von Straßen, Gehwegen und Wasserleitungen. Die Straße Zum Holze wird weiter ausgebaut – bisher mündet sie in einem landwirtschaftlichen Weg. Da der Untergrund nicht ausreichend tragfähig ist, wird auch der bereits befestige Teil der Straße Zum Holze ertüchtigt, an dem bereits Wohnhäuser stehen. Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte Pattensens Stadtsprecherin Andrea Steding, dass auf die Alt-Anlieger trotz der Straßensanierung vor ihrer Haustür keine Kosten gemäß der Straßenausbaubeitragssatzung zukommen.

Nur zum Teil ausgebaut wird der landwirtschaftliche Weg, der von Zum Holze zur Ortsdurchfahrt führt. Außerdem ist zwischen den Häuserreihen ein privater Stichweg zur Erschließung der innenliegenden Baugrundstücke geplant.

So fügen sich die 22 neuen Bauplätze (rot) in die vorhandene Bebauung ein. Quelle: Grafik: HAZ/Quelle: Stadt Pattensen/NLG

In dem Baugebiet werden 13 Straßenlaternen aufgestellt und 20 Bäume gepflanzt. Nach Auskunft von Oelfke sind an den Straße insgesamt 13 öffentliche Parkplätze geplant. Auf den Baugrundstücken soll Platz für jeweils zwei Parkplätze sein. Als die Zuhörer Fragen stellen durften, bezweifelten einige, dass die Parkflächen ausreichen werden. Außerdem meldeten zwei Anlieger der Straße „Hopfenberg“ Bedenken wegen der Baumpflanzungen an. Die geplanten Standorte seien zu nah an bereits vorhandenen Bäumen auf ihren Grundstücken. Oelfke sicherte zu, dass über den genauen Standort noch gesprochen werden könne. „Aber die 20 Bäume müssen im Baugebiet untergebracht werden.“

Großes Interesse weckte auch das Regenrückhaltebecken (RRB), dass den Abschluss des Baugebiets an der Ortsdurchfahrt bildet. Wie Oelfke schilderte, herrscht auf der überplanten Fläche ein erhebliches Gefälle. Deshalb sei mittig eine Gosse eingeplant, die das Wasser bei Starkregen abfängt. Der Regenwasserkanal endet im RRB, die Durchflussmenge und -geschwindigkeit wird mit einem Drosselbauwerk geregelt. Das RRB, das eingezäunt wird, sei ein Trockenbecken, in dem nicht ständig Wasser steht.

Noch keine Infos über Grundstückspreis

Auch auf mehrere Nachfragen während der Ortsrats wollte NLG-Projektleiter Cord Geweke keine Angaben über den Preis für die Grundstücke machen. „Auch nicht ungefähr“, bekräftigte er. In den letztlich festgelegten Preis würden noch die Ergebnisse der Ausschreibungen für die Erschließungsarbeiten einfließen. Auch die Kosten der archäologischen Untersuchungen des Bodens, die gesetzlich vorgeschrieben sind, werden auf den Preis aufgeschlagen. „Aber wir nähern uns der Fertigstellung mit großen Schritten“, machte er den Zuhörern Mut. Ende Januar solle der Erschließungsvertrag zwischen NLG und Stadt vom Rat beschlossen werden.

Obwohl die NLG noch keine Werbung gemacht habe, hätten sich schon 60 Bewerber für eins der 22 Grundstücke gemeldet, teilte Geweke weiter mit. Auf die Frage, ob eine weitere Bewerbung dann überhaupt noch Sinn habe, erläuterte er, dass die Bauplätze nicht nach Reihenfolge der Bewerbung vergeben werden. Seiner Erfahrung nach würden auch nicht alle, die sich vorher melden, letztlich auch einen Bauplatz erwerben wollen. Und er sagte zu, dass Interessenten angeschrieben werden, sobald der Kaufpreis feststeht und die Vermarktung beginnt.

Von Kim Gallop

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