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Pattensen Mehrgenerationenhaus braucht Geld vom Bund
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20:43 23.02.2018
Die Paten Maria Flachsbarth (von links) und Matthias Miersch mit Annette Köppel. Quelle: HAZ/Archiv
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Pattense-Mitte

 Mit großer Aufmersamkeit verfolgt Annette Köppel die Koalitionsverhandlungen in Berlin. Köppel ist Vorsitzende des Vereins Mobile, der in Pattensen das Mehrgenerationenhaus (MGH) leitet, und Geschäftsführerin des MGH. Die Einrichtung wird aus Eigenmitteln sowie mit Zuschüssen von Bund, Land und Stadt Pattensen finanziert. Auf lange Sicht werde es nicht ohne öffentliche Zuschüsse gehen, sagt Köppel. Deshalb stimmt es sie hoffnungsfroh, dass das Thema Mehrgenerationenhäuser – es gibt inzwischen mehr als 500 bundesweit – im Koalitionsvertrag erwähnt ist – sogar dreimal.

Die Verbindungen zwischen Pattensen und Berlin sind auch nicht schlecht: Schließlich sind die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) offziell Paten des MGH in Pattensen. „Das sind für uns wichtige Fürsprecher“, versichert Köppel. Sie sei sehr erfreut, dass beide – Flachsbarth und Miersch – echtes Interesse an den Aktivitäten und Entwicklungen in Pattensen zeigen und beide versuchen, regelmäßig bei öffentlichen Aktionen oder internen Beratungen dabei zu sein. „Unsere Paten können die Grundgedanken, um was es uns hier geht, gut weiter geben.“

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Die MGH würden gebraucht, gerade im ländlichen Raum, versichert Köppel. Und wenn auch sehr viel mit ehrenamtlichen Helfern geleistet werden könne – viele davon sind über viele Jahre im Team –, so seien auch angestellte Mitarbeiter nötig. „Die Ehenamtlichkeit braucht die Hauptamtlichkeit, um alles zu organisieren.“ 

Als die ersten MGH gegründet wurden, sollte es eine Anschubfinanzierung vom Bund geben. Doch weil die Aufgaben so vielfältig sind, und weil auch viele Angebote kostenlos oder sehr  preisgünstig sind, geht es nicht ohne öffentliche Zuschüsse. „Deshalb fordern wir, dass die MGH als wohnortnahe Knotenpunkte gesetzlich verankert werden“, berichtet Köppel. Daran sei auch das Bundesfamilienministerium interessiert. Denn dann sei  eine gesetzliche Grundlage für eine langfristige Förderung geschaffen.

Das Haus in Pattensen ist seit 2006 in der Bundesförderung – zuvor wurde es nur vom Land getragen. „Wir können froh sein, dass es schon so lange unterstützt wird.“ Aber die Zuschüsse müssten auch immer wieder neu beantragt werden – aktuell laufen sie noch bis 2020. „Es geht immer um die Frage, ob und wie es weiter geht“, bestätigt Köppel

Von Kim Gallop

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