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Pattensen Archäologen untersuchen Baugebiet in Jeinsen
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08:09 27.07.2019
Der Bagger hat bereits auf jeder Seite der Straße Zum Holze in Jeinsen eine tiefe Trasse ausgehoben. Quelle: Kim Gallop
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Jeinsen

Seit Montag ist auf den Wiesen an der Straße Zum Holze in Jeinsen ein großer Bagger aktiv. Er hat bereits an jeder Seite der Straße, die in einen Feldweg in Richtung Vardegötzen mündet, eine tiefe und breite Tasse ausgehoben. Sind das etwa die Baustraßen für das Neubaugebiet Zum Holze? Nein: Es handelt sich um Vorbereitungen für die vorgeschriebenen archäologischen Untersuchungen.

Das Baugebiet zwischen der Straße Zum Holze und der Ortsdurchfahrt im Zuge der Kreisstraße 201 (Vardegötzer Straße) wird von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) mit Sitz in Hannover entwickelt. Bevor die Erschließungsarbeiten mit dem Anlegen von Straßen, Wegen, Plätzen und Verlegen von Leitungen beginnen dürfen, müssen erst einige vorgeschriebene Untersuchungen der etwa 1,8 Hektar großen Fläche abgeschlossen werden.

Dazu gehören die Prüfung, ob in dem Bereich der streng geschützte Feldhamster lebt, und die archäologischen Untersuchungen des Bodens. Die Kosten trägt jeweils der Erschließungsträger. Falls aktive Feldhamsterbaue entdeckt werden, wird das Tier umgesiedelt. Eine hamstergeeignete Fläche dafür ist laut NLG vorhanden.

Region begleitet archäologische Untersuchungen

Auf Nachfrage bestätigte Klaus Abelmann, Sprecher der Region Hannover, dass es sich um Arbeiten zur Anlage eines sogenannten archäologischen Suchschnittes handelt. Dabei wird der Oberboden entfernt. „Mithilfe dieser Sondierung lassen sich das Ausmaß der späteren Grabungsstätte und zu erwartende Fundschichten erkennen“, erläuterte Abelmann. Die Untersuchung sei vom Erschließungsträger NLG veranlasst worden und werde durch Ute Bartelt, die Kommunalarchäologin der Region, fachlich begleitet. Welche archäologischen Fundstücke in dem Acker zu erwarten sind, sagte der Sprecher nicht. Er gab nur noch diesen allgemeinen Hinweis: „Das Calenberger Land ist seit dem Neolithikum ein begehrtes Siedlungsgebiet.“

Der Bagger hat bereits auf jeder Seite der Straße Zum Holze im Jeinsen eine tiefe Trasse ausgehoben. Quelle: Kim Gallop

Platz für 22 Häuser entsteht

In dem Baugebiet soll einmal Platz für 22 Einfamilienhäuser sein. Sie stehen auf Grundstücken von einer Größe zwischen knapp 500 und 700 Quadratmetern. Die Grundstückskäufer können ihre Fläche von einer Firma ihrer Wahl bebauen lassen. Es stehen zwar seit Monaten Werbeschilder von zwei Hausbaufirmen an dem Areal, doch diese wurden nach Auskunft der NLG ohne Genehmigung aufgestellt. Für die Fläche gibt es keine Bauträgerbindung.

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Von Kim Gallop

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