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Pattensen Autor Günter von Lonski arbeitet an historischem Roman
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00:18 20.04.2019
,,Der Gläserne Dolch" ist gezückt: Autor Günter von Lonski aus Pattensen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

Es ist ein neuer, düsterer Ton, der das Romanprojekt „Der Gläserne Dolch“ bestimmt. Das zeigt eine Leseprobe, die der Autor Günter von Lonski aus Pattensen dieser Zeitung zur Verfügung stellt.

In den Krimis für Erwachsene, die von Lonski in den vergangenen Jahren veröffentlicht hat, sind die Mordopfer häufig auf sehr kreative und auch grausame Weise umgekommen. Doch die Stories waren so überdreht, dass der Leser die Grausamkeiten getrost als Phantastereien abtun konnte. Aber was der junge Jost in „Der Gläserne Dolch“ sehen und erleben muss, klingt erschreckend real. So grausam könnte es während des Dreißigjährigen Kriegs in Deutschland, im Königreich Venedig und am Königshof in Frankreich tatsächlich zugegangen sein. Kurz: Der Roman, der derzeit noch in Arbeit ist, ist nichts für zartbesaitete Gemüter.

Hauptfigur führt es vom Weserbergland nach Paris

Der Roman „Der Gläserne Dolch“ von Günter von Lonski spielt während der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, die Geschichte beginnt im Weserbergland. Der Ziegenhirte Jost flieht vor marodierenden Söldnern und trifft in einer Höhle auf zwei kleinwüchsige Männer. Es sind sogenannte Venediger, die Mineralien für die Glasindustrie in Murano sammeln.

Ein verkleidetes Mädchen schließt sich ihnen auf dem Weg nach Venedig an. Unterwegs treffen sie auf einen versprengten Söldner. Jost schläft mit Stina, berichtet dem Söldner unbedarft von seinem Glück, der Söldner vergewaltigt Stina und wird dabei von Jost umgebracht. In Venedig geht Stina nicht mehr als Junge durch, ihre Schwangerschaft wird entdeckt. Jost und Stina werden getrennt.

Jost arbeitet in einer Glasbläserei. Im entfernten Paris lechzt das prunksüchtige Versailles nach großen, hellen Spiegel, die in Frankreich noch nicht gefertigt werden können. Jost lässt sich mit seinem Meister von den Franzosen anwerben. Doch auf Verrat des Glasgeheimnisses steht die Todesstrafe …

„Es hat mich selten so gepackt“, sagt der Autor. Und er habe so viel gelernt – „über den Dreißigjährigen Krieg, die Pest, die Judenverfolgung, Hunger und Armut“. Diese Eindrücke empfängt der Leser durch die Augen der Hauptfigur Jost, die vom unbedarften Jungen vom Land zum Manne reift. Und das Buch enthält viele spannend verpackte Informationen zur Kunst der Glasbläserei, wobei das Wissen um dieses Handwerk so wertvoll war, dass der Verrat mit dem Tode bestraft wurde.

Der einfallsreiche von Lonski hat während der Arbeit an diesem Roman wieder einmal etwas Neues entwickelt und ausprobiert: Er bietet Interessierten einen Blick in seine Schreibwerkstatt. Unter der Adresse www.glasdolch.de veröffentlicht er regelmäßig Hintergrundinformationen, Ergebnisse seiner Recherchen, aber „auch Irrwege“, die letztlich keinen Platz in der Geschichte finden werden. Dazu kommt ein Lied zum Roman, das der Musiker Albrecht von Blanckenburg komponiert hat, der regelmäßig mit von Lonski zusammenarbeitet.

Und es gibt ihn tatsächlich: den gläsernen Dolch. Das edle Stück wurde nach den Vorgaben von Lonskis von Rene Jaksch in der Glasbläserei in Hameln angefertigt, nach venezianischem Vorbild.

Rene Jaksch (rechts) fertigt den Dolch für Günter von Lonski in der Glasbläserei in Hameln. Quelle: privat

Die erste Idee zu der Geschichte, dessen Manuskript zu etwa drei Vierteln fertig ist, hatte von Lonski schon vor vier oder fünf Jahren. „Ich brauche etwas, das meinen Horizont erweitert“, sagt er, „wo ich mir neue Welten erschließen kann.“ Es sei auch manchmal schwierig, erst einmal abzuwarten, bis eine Idee wirklich rund wird, sagt er. Aber wenn es ihn einmal gepackt hat, stellt er sich dem auch oft beschwerlichen Prozess der Recherche („Das Zusammensuchen des Materials ist das Schwierige.“) und des Schreibens ( „Ich habe manchmal das Gefühl, es wird mit jedem neuen Buch härter.“).

Von Kim Gallop

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