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Pattensen Ehemalige Stadtelternratsvorsitzende will sich weiter an der KGS engagieren
Aus der Region Region Hannover Pattensen Ehemalige Stadtelternratsvorsitzende will sich weiter an der KGS engagieren
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16:04 11.10.2019
„Ich habe bereits viele Ideen“: Susanne Farkhar war zehn Jahre lang im Schulelternrat aktiv – und will sich auch weiterhin für die KGS engagieren. Quelle: Stephanie Zerm
Pattensen-Mitte

„Eltern müssen in der Schule eine Stimme haben.“ Das ist das Motto von Susanne Farkhar. Zehn Jahre lang hat sie daher die Interessen von Müttern und Vätern an den Pattenser Schulen vertreten, erst als Schulelternratsvorsitzende der Grundschule, dann der Ernst-Reuter-Schule (KGS) und seit 2014 als Stadtelternratsvorsitzende. In diesem Sommer hat die dreifache Mutter das Amt abgegeben, weil ihr jüngster Sohn das Abitur in der Tasche und damit die Schule verlassen hat.

Doch aufgeben will sie ihr Engagement an der Schule nicht. „Ich will mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Eltern an Schulen nicht entmündigt, sondern mit einbezogen werden“, sagt die studierte Sozialpädagogin und Theologin. Dazu liebäugelt sie mit dem Gedanken, eine Halbtagsstelle als Schulsozialpädagogin an der KGS anzunehmen. „Ich habe dafür bereits viele Ideen“, sagt sie. So würde sie an der Schule unter anderem gerne Eltern-Vorträge und ein Eltern-Café einrichten. „Ich möchte dort anknüpfen, wo ich aufgehört habe.“ Das Wissen und die Expertise der Eltern im Schulleben zu integrieren, sei ihr eine Herzensangelegenheit.

Weiterer Einsatz für KloArt-Gallery und Leinetalschule

Darüber hinaus wolle sie sich auf jeden Fall weiterhin um die KloArt-Gallery kümmern, die sie 2012 mit dem Schulelternrat ins Leben gerufen hatte. Für die Idee, die Schultoiletten mit wechselnden Kunstobjekten zu verschönern, um damit den Vandalismus zu stoppen, erhielt die Schule 2014 sogar einen Preis. „Das war einer meiner schönsten Augenblicke als Schulelternratsvorsitzende“, blickt Farkhar zurück.

Weitere Meilensteine während ihrer zehnjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit seien der Neubau an der KGS und die Eröffnung der Oberstufe gewesen. „Darauf haben wir Jahre lang hingearbeitet“, sagt die freiberufliche Referentin für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung, die an der KGS viele Veränderungen erlebt hat: „Meine Tochter hat ihr Abitur in Elze gemacht, weil es hier noch keine Oberstufe gab“, berichtet sie.

Als diese dann kam, mussten die Schüler das Abitur nach acht Jahren im 12. Jahrgang machen. Dies hat sich nun wieder geändert. „Mein jüngster Sohn hat dieses Jahr als letzter Jahrgang das sogenannte G8-Abi gemacht“, sagt Farkhar. Ab jetzt gilt an der KGS Pattensen wieder das Abitur nach neun Jahren, also im 13. Jahrgang.

Neue Unterrichtsmodelle für mutige junge Menschen

Die Änderungen nimmt Farkhar jedoch gelassen und sagt: „Wenn ich könnte, würde ich noch viel mehr am Schulsystem ändern.“ Da nicht alle Schüler gleich sind, müsste es noch mehr individuelle Förderung geben. „Wir brauchen neue Unterrichtsmodelle für mutige junge Menschen, die sich etwas zutrauen.“ Das Projekt „Schule im Aufbruch“, an dem sich die KGS beteiligt und das unter anderem das selbst organisierte Lernen fördert, sei ein Schritt in diese Richtung. „Es gefällt mir, wie sich die KGS entwickelt“, betont Farkhar.

Ein weiteres wichtiges Anliegen sei ihr der Erhalt der Leinetalschule in Jeinsen. „Es ist besser, wenn die Schüler vor Ort in der Dorfgemeinschaft lernen können.“ Außerdem sei es von Nöten, die ländliche Region durch eine Schule vor Ort zu stärken, erklärt die engagierte Koldingerin, die unter anderem auch Sprachunterricht für Geflüchtete gibt. Sich vor Ort einzubringen, Dinge zum Positiven zu verändern und zu helfen, das sei ihr wichtig. „Gute Spuren zu hinterlassen, finde ich einfach cool“, sagt Susanne Farkhar.

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Von Stephanie Zerm

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