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Pattensen Eltern protestieren weiter gegen teurere Schülerfahrten
Aus der Region Region Hannover Pattensen Eltern protestieren weiter gegen teurere Schülerfahrten
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16:53 17.05.2019
Für Kinder aus Schulenburg sind Schulen in Sarstedt per Bus gut zu erreichen. Quelle: Kim Gallop
Schulenburg

Mit allen Mitteln kämpfen Eltern aus Schulenburg und andernorts dagegen, dass die Region Hannover die Zuschüsse zur Schülerbeförderung streicht. Durch neue Beschlüsse soll vom Schuljahr 2019/20 an der Zuschuss der Region wegfallen, den Eltern erhalten, deren Kinder auf Schulen außerhalb der Region gehen. Das trifft besonders viele Familien in Schulenburg und auch in Jeinsen, deren Kinder auch wegen des kürzeren Schulwegs Schulen in Sarstedt besuchen. Die endgültige Entscheidung soll die Regionsversammlung am Dienstag, 21. Mai, treffen.

Melanie und Christian Pervelz aus Schulenburg sind von der Streichung des Fahrtkostenzuschusses doppelt betroffen, denn beide Söhne besuchen das Gymnasium in Sarstedt. Das bedeutet eine Busfahrtzeit von etwa 20 Minuten. Die Eltern haben unter anderem direkt an die für Schülerbeförderung zuständige Stelle bei der Region geschrieben. In der Antwort verweist die Regionsmitarbeiterin auf Veränderungen im Schulgesetz, auf die die Region reagieren muss. Demnach muss künftig die nächste Schule der gewünschten Schulform besucht werden – wobei sich die Formulierung der nächsten Schule nur auf Schulen innerhalb des Regionsgebiets bezieht.

Das wären das Erich-Kästner-Gymnaium Laatzen und das Otto-Hahn-Gymnasium Springe. In der Antwort hat die Region akribisch vorgerechnet, mit welchen Busverbindungen die Gymnasien in Laatzen (64 Minuten Hinweg, 90 Minuten Rückweg) und Springe (ein Weg knapp 65 Minuten) erreichbar wären. Die Berechnungen werden durch Fahrplankopien erläutert. Weiter heißt es: „Ich habe größtes Verständnis dafür, dass Sie Ihren Kindern nicht nur die bestmögliche Schulbildung ermöglichen, sondern auch die zeitliche Belastung für den Schulweg so gering wie möglich halten wollen.“ Doch die Region sei „an Recht und Gesetz gebunden“ und habe in diesem Punkt „keinen Ermessensspielraum“.

Ehepaar Pervelz hat daraufhin eigene Berechnungen angestellt und zweifelt die Fahrwege an. Unter anderem seien die Fahrtzeiten sehr knapp bemessen, heißt es in ihrer Antwort an die Region. Und beim Umsteigen auf dem Weg nach Laatzen werde wohl der Bus nicht pünktlich erreicht. Oder die Jungen müssten, um pünktlich in Laatzen zu sein, statt um 6.52 Uhr schon um 6.10 Uhr in Schulenburg abfahren. Dann müssen sie bereits gegen 5.55 Uhr das elterliche Haus verlassen. „Dies ist nicht zumutbar!“ schreiben die Eltern.

Auch die Berechnung des Rückwegs halten die Pervelz für unrealistisch. Von Laatzen nach Pattensen fährt die Üstra, nach dem Umsteigen muss ein Bus der RVH nach Schulenburg genutzt werden. „Die beiden Busunternehmen sprechen sich nicht ab und warten auch nicht aufeinander“, haben die Pervelz’ beobachte. „Dies würde bedeuten, dass die Rückfahrt mit einer Umsteigezeit von 2 Minuten am ZOB in Pattensen in den meisten Fällen sicherlich nicht klappen wird.“

Regionsversammlung entscheidet am Dienstag

Die Drucksache mit dem Titel „Änderung der Schülerbeförderungssatzung“ (2186 IV) steht am Dienstag, 21. Mai, auf der Tagesordnung der Regionsversammlung. Die Sitzung beginnt um 14 Uhr im Haus der Region, Hildesheimer Straße 18 in Hannover.

Von Kim Gallop

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