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Pattensen Französischer Pfarrer besucht das erste Mal Pattensen
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18:13 05.11.2019
Freuen sich auf dem Hof Lütgeharm über das Wiedersehen: Die Pattenser Organisatoren Peter Winter (links) und Peter Thomas (rechts) sowie Pfarrer Jean Marie Bessala (Zweiter von links), die französischen Organisatoren Pierre Vergneault und Nicole Tocco und Bürgermeister Jean Marie Masson. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Für den Pfarrer der katholischen Gemeinde in Pattensens französischer Partnerstadt St.-Aubin-lès-Elbeuf war es ein Wochenende voller neuer Eindrücke. Der gebürtige Kameruner Jean Marie Bessala war das erste Mal zu Gast in Deutschland. Gemeinsam mit 29 weiteren Gemeindemitgliedern und vier Kindern besuchten die französischen Katholiken vier Tage lang ihre Freunde in der Pattenser Gemeinde.

„Der Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich ist größer als der zwischen Frankreich und Kamerun“, sagte Bessala. Das liege allein schon an der unterschiedlichen Sprache. In Bessalas Geburtsland Kamerun ist die Amtssprache Französisch, sodass sich der Pastor in Frankreich nicht umstellen musste.

Zum Imbiss gibt es eine rustikale Schweineplatte

Peter Winter hatte als der Pattenser Organisator des Treffens das Programm für den Besuch aus Frankreich vorbereitet. „Der Schwerpunkt lautete dieses Mal schlicht: Die Stadt Pattensen“, sagte er. So besuchten die Katholiken das Pattenser Unternehmen Novatex, das Babyprodukte herstellt, und den Bio-Legehennenhof Lütgeharm. Dort gab es zum Abschluss der Tour am Sonnabend als Imbiss eine rustikale Schweineplatte. „Das ist einfach, aber lecker. Ich wollte den sich in den vergangenen Jahren immer höher schraubenden Standard bewusst etwas herunterfahren“, sagte Winter.

Die beiden Gemeinden sind bereits seit mehr als 40 Jahren befreundet. Einmal im Jahr besuchen sie sich jeweils im Wechsel in Pattensen und St. Aubin. „In den vergangenen Jahren haben wir uns in beiden Gemeinden immer höhere Ziele gesteckt, wie zum Teil weit entfernte Ausflugsziele oder teure Essen. Doch das muss gar nicht sein“, sagte Winter. Ohnehin gehe es bei den Treffen vor allem um den persönlichen Kontakt. Manche Freundschaften bestehen schon seit Jahrzehnten. „Unsere Gäste wohnen auch immer direkt in den heimischen Familien und nicht in Hotels. Das ist in Pattensen und auch in St. Aubin Tradition“, sagte Winter.

Bessala lobt das gute Verhältnis zwischen Katholiken und Protestanten

Besonders beeindruckt zeigte sich der französische Pfarrer Bessala vom guten Verhältnis zwischen Katholiken und Protestanten in Pattensen. Der Superintendent des Kirchenkreises Laatzen-Springe, Detlef Brandes, war am Reformationstag nach 18 Jahren im Amt in den Ruhestand gegangen und Winter hatte ihn in seinem Büro besucht und alles Gute gewünscht. „Für mich war das selbstverständlich. Doch Bessala war positiv überrascht“, sagte Winter. Der Pattenser weist jedoch darauf hin, dass es in St. Aubin auch kaum Protestanten gebe. Die überwiegende Zahl der Bewohner sei katholisch.

Bürgermeister Jean Marie Masson (links) hat seine beiden Enkel mit nach Pattensen gebracht. Quelle: Tobias Lehmann

Unter den französischen Gästen war auch der Bürgermeister Jean Marie Masson. „Ich bin aber nicht in offizieller Funktion dabei, sondern nur als Gemeindemitglied“, sagte er. Bereits seit 1980 nimmt Masson an den gegenseitigen Besuchen der Gemeinden teil. Dieses Mal hatte er auch seine beiden noch minderjährigen Enkel dabei. Beide Gemeinden sind bemüht, den gegenseitigen Austausch auch weiter aufrechtzuerhalten. Winter sagte jedoch, dass der Altersdurchschnitt immer höher wird. „Wir brauchen auf beiden Seiten jüngere Mitglieder, die sich an unseren jährlichen Besuchen beteiligen“, sagte er.

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Von Tobias Lehmann

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