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Pattensen Pattenser Bad erhält keinen Zuschuss vom Bund
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16:26 15.04.2019
Die Sanierung der Glasfassaden am Pattenser Bad gehört zu den größten Posten. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Die Enttäuschung ist groß: Beim Förderprogramm des Bundes ist die geplante Sanierung des Hallen- und Freibads Pattensen nicht berücksichtigt worden (siehe Info-Kasten). Das Bundesinnenministerium hatte am Freitag eine Liste von insgesamt 186 Projekten aus der gesamten Bundesrepublik veröffentlicht, die einen Zuschuss erhalten werden, doch Pattensen ist nicht dabei. Ebenfalls leer ausgegangen ist Wunstorf: Die Stadt hatte für das gleiche Programm einen Zuschuss für den Neubau einer Sporthalle im Barne-Schulzentrum beantragt.

Förderprogramm des Bundes war mehrfach überzeichnet

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hatte in 2018 einen Förderaufruf für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gestartet. Städte und Gemeinden hatten nach Auskunft des Ministeriums rund 1300 Interessenbekundungen eingereicht. Damit ist die aktuelle Förderrunde 13-fach überzeichnet.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag die Förderung von 186 kommunalen Projekten mit einem Gesamtvolumen in Höhe von insgesamt rund 300 Millionen Euro beschlossen. Für das Programm stehen aber derzeit nur 200 Millionen Euro zur Verfügung. Der Haushaltsausschuss hat die Bundesregierung daher aufgefordert, die erforderlichen zusätzlichen Mittel noch im Laufe des Jahres 2019 vollständig im Haushalt des Ministeriums auszubringen. gal

Eine offizielle Mitteilung vom Bundesministerium habe die Stadt Pattensen noch nicht erhalten, sagte Axel Müller, Erster Stadtrat und Leiter des Baubereichs, am Montag auf Anfrage. „Wenn ich die Liste der bewilligten Projekte nicht gesehen hätte, wüsste ich noch immer von nichts.“

Das mittlerweile mehr als 45 Jahre alte Bad braucht eine Sanierung und Erweiterung. Die Stadt hatte für das 7-Millionen-Euro-Projekt einen Bundeszuschuss beantragt. Wirtschaftsförderer Arne Schütt, Bad-Manager Fred Oeltermann, Architekt Wolfgang Hein und Uwe Gotthardt, der Vorsitzende des Bad-Aufsichtsrats, hatten die Bewerbung geschrieben. Als ein wesentliches Kriterium für die Förderungswürdigkeit sollte das Projekt einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Da das – einst von der Schließung bedrohte – Pattenser Bad von einem Förderverein mit vielen engagierten Ehrenamtlichen mitgetragen wird, war dieses Kriterium eigentlich mehr als erfüllt.

Auch die Becken - im Bild das Außenbecken, das derzeit gereinigt wird - sollen auch saniert werden. Quelle: Kim Gallop

Ihn sei noch nicht bekannt, nach welchen Kriterien letztlich entschieden wurde, doch er habe die Bewerbung aus Pattensen eigentlich für sehr aussichtsreich gehalten, sagte der Erste Stadtrat Müller bedauernd. Die Bundestagsabgeordneten von CDU, SPD und FDP hätten Bürgermeisterin Ramona Schumann zugesagt, dass sie sich beim Bundesministerium persönlich für Pattensen einsetzen würden. „Aber das werden die Abgeordneten der anderen Kommunen vermutlich auch getan haben.“

Bad-Manager Oeltermann sagte: „Dass wir nicht in der Liste enthalten sind, ist sehr schade. Wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass dieses Projekt die Vorgaben erfüllt.“ Er geht davon aus, dass es andere Programm geben wird, für die sich die Stadt bewerben kann.

Schwimmbetrieb in Pattensen läuft weiter

Das Land habe ein ähnliches Förderprogramm aufgelegt, bestätigte Müller. „Da sind wir dran.“ Die große Bad-Sanierung müsse in Pattensen jetzt aber verschoben werden. Wenn die Stadt die gesamte Summe allein finanzieren müsse, werde die Umsetzung länger dauern. Im Sommer werde aber die Sanieung der Beckenköpfe am Hallenbad-Becken erfolgen. Für diese dringend notwendige Maßnahme, die etwa 350.000 Euro kostet, sei bereits eine Fachfirma beauftragt. Die anderen Schwachstellen – die großen Fensterfronten, die Dächer, die Wärmedämmung – müssten ebenfalls angepackt werden, aber eben nicht so schnell. Der Badbetrieb könne weiter laufen, versicherte Müller: „Es muss sich niemand Sorgen machen, dass er in Pattensen nicht schwimmen kann.“

Von Kim Gallop

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