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Pattensen Joshua Kimpioka ist Jugendbürgermeister von Pattensen
Aus der Region Region Hannover Pattensen Joshua Kimpioka ist Jugendbürgermeister von Pattensen
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15:09 14.06.2019
Joshua Kimpioka freut sich auf seine künftigen Aufgaben als Jugendbürgermeister. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Der erste Jugendbürgermeister der Stadt Pattensen heißt Joshua Kimpioka. Der 20-jährige aus Hüpede setzte sich am Donnerstagabend in der konstituierenden Sitzung des vor zwei Wochen in Pattensen erstmals gewählten Jugendparlaments im Rathaus gegen Helene Hüper, Johannes Kei Lorenz und Torben Löhr durch, die ebenfalls kandidierten. Für das Amt des stellvertretenden Jugendbürgermeisters traten Max Habermann und Torben Löhr an. Die Wahl ging unentschieden aus. Beide konnten jeweils sechs Stimmen gewinnen. Das Jugendparlament besteht aus 13 gewählten Jugendvertretern. Jan Oeltermann konnte jedoch nicht an der Sitzung teilnehmen. Die Jugendlichen einigten sich deshalb darauf, die Wahl in der nächsten Sitzung zu wiederholen.

Kimpioka wohnt seit seiner Geburt in Hüpede, hat die Grundschule dort besucht und anschließend die Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen. In diesem Jahr wird er seine Ausbildung zum Sozialassistenten in Hemmingen beenden. Kimpioka sieht seine Rolle als eine Art Vermittler zwischen den Generationen und den Meinungen im Jugendparlament. „Wenn es nach einer Diskussion zu einer Entscheidung kommt, werden selten die Interessen aller Parteien gleichberechtigt berücksichtigt. Doch mir ist es wichtig, dass niemand am Ende das Gefühl hat, gar nicht gehört worden zu sein“, sagte Kimpioka.

Bürgermeisterin Ramona Schumann (rechts) verpflichtet alle Mitglieder des Jugendparlaments, hier Helene Hüper, per Handschlag. Quelle: Tobias Lehmann

Jugendliche sind für Anregungen offen

Kimpioke fordert alle Jugendlichen im Stadtgebiet auf, sich an die Vertreter des Jugendparlaments zu wenden und Ideen zu äußern. „Ich bin bereit, mich auch mit unangenehmen Themen zu beschäftigen“, sagte er. Allerdings legt der 20-Jährige Wert darauf, dass die im Jugendparlament behandelten Themen auch praktisch umsetzbar sind. So sei zum Beispiel die Forderung eines Anschlusses der Stadt an die Stadtbahn generell eine gute Sache. Doch das Projekt werde in der Umsetzung viele Jahre dauern und sei damit für das Jugendparlament etwas zu groß.

Das Jugendparlament will sich jetzt zunächst in der Öffentlichkeit präsentieren. Dazu gehört eine persönliche Vorstellung in der Sitzung des Pattenser Rats am Mittwoch, 3. Juli, ab 19 Uhr. Der Sitzungsort wird noch bekannt gegeben. Zudem soll eine Homepage wie auch ein Instagram-Account erstellt werden. Wie sich in der Sitzung herausstellte gibt es sogar schon einen „Jugendparlament Pattensen“-Account bei Instagram. Max Habermann teilte mit, dass er diesen bereits vorsorglich eingerichtet hat und jetzt dem Gremium zur Verfügung stellt. Die Jugendlichen entschieden anschließend, dass er diesen auch betreuen soll.

Gremium entsendet Vertreter in die Fachausschüsse

Nach der vom Rat beschlossenen Satzung für das Jugendparlament haben die Jugendlichen auch Rede- und Antragsrecht in den einzelnen Fachausschüssen. Torben Löhr wird als Vertreter des Gremiums künftig an den Sitzungen des Ausschusses für Bauangelegenheiten und Stadtentwicklung teilnehmen, Florian Ernst besucht den Ausschuss für Finanzen, Verwaltungsorganisation und Digitales, Max Habermann den Ausschuss für Schul- und Bildungsangelegenheiten und Joshua Kimpioka den Ausschuss für Soziales, Sport und Ehrenamt. Für den Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr, Sicherheit und Ordnung hat sich noch kein Vertreter gefunden.

Eine weitere Entscheidung, die die 13 gewählten Jugendvertreter treffen müssen, ist, ob ihre Sitzungen öffentlich sind oder nicht. Bürgermeisterin Ramona Schumann erläuterte, dass für das Gremium in diesem Punkt nicht die Vorschriften gelten, denen andere politische Gremien unterliegen. „Wenn die Jugendlichen wollen, können sie auch nicht öffentlich tagen. Ich vermute aber, dass sie den öffentlichen Weg wählen, weil sie auch Werbung für sich machen wollen“, sagte sie. Sollten die Sitzungen öffentlich sein, werden sie künftig auch im Bürgerinformationssystem auf der Internetseite der Stadt www.pattensen.de bekannt gegeben.

Lesen Sie hier weitere Berichte über das Jugendparlament:

Jugendliche bekommen Rede- und Antragsrecht.

Stadt wirbt für Wahl des Jugendparlaments. 

1250 Jugendliche wählen ihr Parlament.

Das erste Jugendparlament der Stadt ist gewählt.

Von Tobias Lehmann

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