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Pattensen Bike-and-Ride-Anlage kommt an die Bushaltestelle
Aus der Region Region Hannover Pattensen Bike-and-Ride-Anlage kommt an die Bushaltestelle
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16:27 27.02.2019
An der Bushaltestelle Schöneberger Straße in Pattensen gibt es bald überdachte Stellplätze für Fahrräder. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

In Pattensen-Mitte gibt es bald überdachte Stellplätze für Fahrräder. Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses (VA) haben sich am Dienstagabend mit Mehrheit dafür ausgesprochen. Damit hat der nichtöffentlich tagende VA die vorangegangenen Beschlüsse vom Ortsrat Pattensen und vom Bauausschuss gekippt. Das von der Region Hannover für Pattensen geplante Projekt war dort sehr kontrovers diskutiert worden.

Die sogenannte Bike-and-Ride-Anlage soll an der Göttinger Straße in Höhe der Bushaltestelle Schöneberger Straße auf dem Parkplatz am Lidl-Markt errichtet werden. Mit dem Bau soll der Öffentliche Personennahverkehr gefördert werden, indem Fahrradfahrern an der Bushaltestelle sichere Stellplätze geboten werden. Einigkeit herrschte bei vielen Diskussionen nur darüber, dass mehr solche sicheren Fahrradstellplätze gebraucht werden. Bedenken gab es vor allem wegen der Bauweise der Anlage, die bis zu 3,30 Meter hoch, rund 2,60 tief und etwa 86 Meter lang werden soll.

Pilotprojekt auch für Langenhagen

Die Region Hannover hat für zwei Bike-and-Ride-Anlagen Bauanträge gestellt: eine in Pattensen und eine in Langenhagen. Nach der Fertigstellung sollen die Anlagen in die Verantwortung der jeweiligen Kommunen übergehen. Wie Pattensens Erster Stadtrat Axel Müller erläuterte, handelt es sich um ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt. Es wird von Bund und Regiion finanziert. In Langenhagen wurde das Vorhaben von den Gremien begrüßt. Die überdachte und abschließbare B+R-Anlage soll in Langenhagen an der Stadtbahnstation „Berliner Platz“ errichtet werden – mit 150 Stellplätzen für Fahrräder. Ursprünglich gab es in der Nähe Stellplätze, die durch ein Glasdach geschützt waren. Doch die Scheiben wurden mehrfach zertrümmert und schließlich nicht wieder ersetzt. gal

Es könnten gefährliche Situationen entstehen, wenn Fahrradfahrer aus der Anlage rollen und den Fahrweg von Autos kreuzen, hieß es. Kritik gab es im Bauausschuss auch an dem Standort – der ZOB wurde von einigen Kritikern als geeigneter empfunden. Nach Ansicht der CDU würden die hohen Trennwände den Parkplatz weniger einsehbar machen und würden gerade bei Dunkelheit „Angsträume“ schaffen.

Von der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, die sich stets für das geplante Projekt stark gemacht hatte, wurde diese Argumentation zurückgewiesen: Ratsmitglied Uwe Hammerschmidt sagte: „Ohne Not baut die CDU Horrorszenarien auf und schürt bei der Bevölkerung diffuse Ängste. Offensichtlich will sie die Anlage um jeden Preis verhindern. Nachvollziehbare Argumente sind Fehlanzeige.“

Von Kim Gallop

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