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Pattensen Kleuker: Nichts deutete auf Schließung der Leinetalschule hin
Aus der Region Region Hannover Pattensen Kleuker: Nichts deutete auf Schließung der Leinetalschule hin
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17:57 12.07.2019
Ortsbürgermeister Günter Kleuker lehnt die Schließung der Leinetalschule ab. Quelle: Kim Gallop (Archiv)
Jeinsen

Der Ablauf der bisherigen Planungen zur möglichen Schließung der Leinetalschule in Jeinsen bleibt nebulös. Nun meldet sich Ortsbürgermeister Günter Kleuker zu Wort.

Bürgermeisterin Ramona Schumann hatte sich in der Ratssitzung am 3. Juli öffentlich entschuldigt und Fehler eingeräumt. Sie hatte das Thema erst zwei Wochen vor der Ratssitzung auf die Tagesordnung gesetzt und damit öffentlich gemacht. In einer weiteren Stellungnahme hatte Schumann darauf hingewiesen, dass die Planungen für die Schließung der Leinetalschule und deren Umbau in eine Kindertagesstätte sowie des Neubaus einer Grundschule in Schulenburg in der nichtöffentlich tagenden Arbeitsgruppe (AG) Stadtentwicklung mit Vertretern aus dem Rat und der Verwaltung entwickelt worden seien. Als ihr diese Pläne vorgestellt wurden, habe sie sich aus wirtschaftlichen Gründen dahinter gestellt.

Ortsbürgermeister äußert sich zur Leinetalschule

Offenbar sind nicht alle gewählten Volksvertreter über die Ergebnisse der AG informiert worden. Jeinsens Ortsbürgermeister Günter Kleuker, der als Mitglied der UWG/UWJ-Gruppe im Rat ist, teilte jetzt mit: „Aus keinem der Protokolle der AG Stadtentwicklung war für mich als Ratsmitglied zu entnehmen, dass die Schließung der Leinetalschule empfohlen wurde. Belege dafür, dass der Neubau einer größeren Grundschule in Schulenburg und der Umbau der Leinetalschule in eine Kindertagesstätte die wirtschaftlichste Lösung sei, habe ich bisher nicht gesehen.“

Kleuker führt weiterhin aus, dass es für ihn bisher keinen nachvollziehbaren Grund zur Schließung der Schule gibt. Er weist darauf hin, dass die Schülerzahlen durch geplante Neubaugebiete im gesamten Stadtgebiet wie auch in Jeinsen selbst steigen werden. In Jeinsen sollen an der Straße Zum Holze insgesamt 22 neue Grundstücke erschlossen werden. Zurzeit besuchen 35 Kinder die Leinetalschule. Kleuker erklärte, er gehe aber nach den bisherigen Prognosen davon aus, dass es in zehn Jahren mehr als 60 sein könnten. Der Ortsbürgermeister weist ferner darauf hin, dass die Schule barrierefrei sei und auch die Brandschutzauflagen erfülle. Nach Meinung von Fachleuten sei es auch problemlos möglich, eine digitale Infrastruktur einzurichten.

Kleuker fordert Nachweis der Wirtschaftlichkeit

Der Ortsbürgermeister fordert den Nachweis der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens. Denn diese sei die „zwingende Grundvoraussetzung für die Ratsarbeit und den Umgang mit Steuergeldern“. Die Entscheidung über die Schließung könne erst getroffen werden, wenn „belastbare Zahlen“ vorlägen und die vom Rat der Stadt geprüft und bewertet würden. „Denn der Rat und nicht die Verwaltung entscheidet über die Zukunft der Leinetalschule“, betont Kleuker. Der Ortsbürgermeister dankt „der gesamten Jeinser Bevölkerung für das Engagement zur Erhaltung der Schule“. Bereits wenige Tage nach Ankündigung der möglichen Schließung hatte sich eine Elterninitiative gegründet, die unter anderem in einer Online-Petition gegen die Schließung der Schule rund 460 Unterstützer gefunden hatte.

Der Rat hatte die Entscheidung in der Sitzung am 3. Juli verschoben. Für August ist jetzt ein Workshop zu dem Thema geplant. Anschließend will die Verwaltung eine neue Drucksache zu dem Thema erstellen. Das endgültige Votum soll in der Ratssitzung am 26. September sein.

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