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Pattensen In Schulenburg könnten Seniorenwohnungen entstehen
Aus der Region Region Hannover Pattensen In Schulenburg könnten Seniorenwohnungen entstehen
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16:00 29.07.2019
Wo auf einem Acker am Milchweg in Schulenburg zurzeit noch Mais und Sonnenblumen wachsen, soll ein Baugebiet entstehen. Quelle: Kim Gallop
Schulenburg

Das Baugebiet am Amtshof ist noch gar nicht vermarktet, da wird schon das nächste Areal in Pattensen-Schulenburg in Angriff genommen: Die Pattenser Baulandentwicklungsgesellschaft (Pabeg), eine Kooperation von Stadt und Volksbank hat nach Angaben ihres Geschäftsführers Axel Müller südlich des Milchwegs Höhe Kurze Straße ein 2,7 Hektar großes Grundstück erworben. Dort seien mehrgeschossige Häuser wie auch Einfamilienhäuser vorgesehen, sagt Müller, der auch der stellvertretende Verwaltungschef der Stadt ist. Außerdem könnte dort eine Seniorenwohnanlage entstehen, die sich die Schulenburger schon lange wünschen.

Zu der Zahl der auf dem Gelände unterzubringenden Wohneinheiten kann Müller noch keine konkreten Angaben machen. „Wir haben ja noch nicht einmal über die Struktur des Gebietes entschieden“, sagt er dazu, dass man sich noch ganz am Anfang der Planung befindet. Man könne nur grob überschlägig sagen, dass rund 25 Prozent der Fläche für Erschließungsanlagen wie Straßen oder Grünflächen benötigt würden. Abzüglich des Bedarfs für die Seniorenwohnungen, für deren Bau es bereits einen Interessenten gebe, bliebe dann vielleicht noch Platz für rund 20 Einfamilienhäuser. Werde ein Teil der Parzellen mehrgeschossig bebaut, entstünden entsprechend mehr Einheiten, erläutert Müller.

Ortsteil Schulenburg wächst weiter

Man werde nach den Sommerferien die Planung auf den Weg bringen, kündigt Müller an. Wenn die Aufstellung eines Bebauungsplans für das jetzt noch landwirtschaftlich genutzte Areal ohne größere Probleme verlaufe, könne möglicherweise noch im nächsten Jahr mit der Erschließung begonnen werden.

„Schulenburg wächst und gedeiht“, kommentiert Ortsbürgermeisterin Svenja Blume die Entwicklung des nach der Kernstadt zweitgrößten Ortsteils mit gut 2300 Einwohnern. Sie freue sich vor allen Dingen, weil es jetzt so aussehe, dass Schulenburg endlich Seniorenwohnungen bekomme. Das sei „schon seit Jahren ein ganz großer Wunsch des Ortsrats und der Bevölkerung“, sagt Blume. Die evangelische Kirchengemeinde habe vor einiger Zeit schon einmal den Versuch unternommen, eine entsprechende Einrichtung in Schulenburg anzusiedeln. Doch das zur Verfügung stehende Grundstück sei offenbar zu klein gewesen. „Aber die Fläche am Milchweg ist so groß, da kann ein Investor ganz anders planen“ meint die Ortsbürgermeisterin.

Auch Müller sieht im Ort den Bedarf an Wohnungen für ältere Menschen, die im Alltag Hilfe in unterschiedlichem Umfang benötigen. „Da gibt es einen Strukturwandel“, erklärt er und verweist beispielsweise auf Bereiche im Nordwesten der Ortschaft. Dort stehe eine Reihe von Häusern aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Immer mehr von deren Bewohnern benötigten ein gewisses Maß an Betreuung. Sie wären auch durchaus bereit, auszuziehen und für junge Familien Platz zu machen. Aber sie wollten möglichst in ihrem sozialen Umfeld bleiben, meint Müller. „Insofern hat sich das jetzt glücklich gefügt“, sagt der Pabeg-Geschäftsführer mit Blick auf den gerade abgeschlossenen Kaufvertrag.

Fehlende Infrastruktur bereitet Probleme

Nach der neuesten Statistik der Region Hannover hat sich das Wachstum Pattensens etwas abgeschwächt, nachdem die Bevölkerungszahl über Jahre hinweg relativ stark zugenommen hat. Im zweiten Quartal dieses Jahres lebten nur 13 Einwohner mehr mit Hauptwohnsitz in der Stadt als drei Monate zuvor. Nach der Vermarktung des Baugebietes Mitte-Nord habe es „etwas Stillstand“ gegeben, räumt Pattensens stellvertretender Verwaltungschef Axel Müller ein. Nur in Schulenburg und Jeinsen seien noch zwei kleinere Wohngebiete ausgewiesen worden.

Diese Entwicklung hat für Müller aber auch positive Seiten, denn der Zuwachs bereitet auch Probleme. „Wir haben mit der Infrastruktur zu kämpfen“, sagt er mit Blick auf die steigenden Anmeldungen für Krippen, Kindergärten und Schulen. Früher habe man mit durchschnittlich 1,3 Personen pro Haushalt kalkuliert, inzwischen seien es 1,7. Das habe unter anderem dazu geführt, dass in Schulenburg im nächsten Jahr sechs Kita-Gruppen in mobilen Modulen untergebracht werden müssen, bis ein festes Domizil zur Verfügung stehe. „Die werden wir in den nächsten Jahren überall dort einsetzen, wo Bedarf besteht“, kündigt Müller an. tb

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Von Thomas Böger

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