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Pattensen Witze übers Sterben bringen Spenden für die Diakonie
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15:22 09.09.2019
Hält nichts von Pessimismus: der Kabarettist Lutz von Rosenberg Lipinsky im Jagdschloss Springe. Quelle: Stephan Schwier
Pattensen/Springe

Er ist schnell im Reden, sehr schnell. Kaum hat der Kabarettist Lutz von Rosenberg Lipinsky eine Pointe abgeschossen, ist er schon beim nächsten Thema. Von Politikern, die auf Panik und Angst setzen, bis hin zur Umkleide im Jagdschloss – alles nimmt der in Hamburg lebende Künstler aufs Korn.

Am Freitagabend war er Gast beim jährlichen Fest der Stiftung ProDiakonie des Kirchenkreises Laatzen-Springe zu dem auch Pattensen gehört. Nach Auskunft von Stephan Schwier, Sprecher des Kirchenkreises, sind etwa 1000 Euro für die Diakoniearbeit zusammen gekommen.

Witze übers Sterben kommen im Kurort gut an

Rund 110 Gäste waren ins Jagdschloss nach Springe gekommen, um den Kabarettisten und studierten Theologen zu erleben. Sein Programm mit dem Titel „Wir werden alle sterben!! Panik für Anfänger“ laufe besonders gut in Kurorten, meint der Künstler. Höhepunkt seien seine Auftritte in Bad Wörrishofen gewesen – ausgerechnet als Beitrag zu den Gesundheitswochen.

Eines seiner Hauptthemen ist der andauernde Pessimismus in Deutschland. „Schönes Wetter verhagelt die schlechte Stimmung.“ Vieles in der Weltpolitik sei Panikmache. Besonders Populisten nimmt er gern unter die Kabarett-Lupe: „Pegida, das sind alte Männer, die montagabends im Kreis laufen“. Und zur Politik in den USA sagt er unter Applaus: „Die haben ein bekokstes Frettchen zum Präsidenten gewählt“.

Schlag auf Schlag durchdringt Lutz von Rosenberg Lipinsky die Gesellschaft und ihre Merkwürdigkeiten. Warum merkt es niemand, wenn ein Ausflug für Kreuzfahrtpassagiere angekündigt wird als „Morgen erobern wir Belgien“?

Selbst seine Umkleide im Jagdschloss nimmt er spontan mit ins Programm auf, denn die Stiftungsfest-Künstler sind in einem der Ausstellungsräume untergebracht, zum Teil mit ausgestopften Vögeln unter Glas. Der Kabarettist bezeichnet es kurzerhand als „Hitchcockzimmer“.

Zum Schluss ruft er die Menschen auf, positiv in die Zukunft zu sehen: „Springe hat ja einen S-Bahn-Anschluss, wie wäre es mit einem ICE-Bahnhof?“ Der Abend endet mit viel Applaus.

Siegfried Zimmermann aus Laatzen geehrt

Vor dem Auftritt hat Superintendent Detlef Brandes den Laatzener Siegfried Zimmermann für seine ehrenamtliche Arbeit gewürdigt. Der 80-jährige sei von Anfang an im Beirat der Stiftung ProDiakonie und habe sich in diesen 15 Jahren immer mit viel Engagement eingebracht.

Siegfried Zimmermann (links) erhält von Superintendent Detlef Brandes das Facettenkreuz der Landeskirche für seine ehrenamtliche Arbeit. Quelle: Stephan Schwier

Zimmermann war überrascht von der Ehrung – und ließ es sich nicht nehmen, nach der Veranstaltung kräftig mit anzupacken und selbst schwere Tische zu transportieren.

Nach Auskunft von Schwier, wurde die Stiftung proDiakonie vor 15 Jahren gegründet. Ziel ist es, diakonische Angebote im Gebiet des Kirchenkreises Laatzen-Springe zu unterstützen und langfristig zu sichern. Aus den Kapitalerträgen und durch direkte Spenden wurden in den vergangen Jahren zum Beispiel in Laatzen der Umsonstladen und in Springe der Doppelpunkt gefördert. Aber auch Projekt von Kirchengemeinden wurden schon unterstützt, wie Freizeiten für Kinder.

„Wir sind auf dem Weg zu einer halben Millionen Euro im Kapitalstock“, sagte Brandes, der auch Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist. Jedes Jahr veranstaltet die Stiftung ein Benefizkonzert in Pattensen und das Stiftungsfest im Springer Jagdschloss. Im Beirat sind sowohl hauptamtliche Mitarbeiter des Kirchenkreises als auch Ehrenamtliche vertreten.

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Von Kim Gallop

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