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Ronnenberg Großer Andrang bei der Ausbildungsmesse
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00:19 11.11.2018
Großer Andrang bei der 3. Ausbildungsmesse "startklar". Quelle: Uwe Kranz
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Empelde

Die Vision von Torsten Jung ist optimistisch: „In zwei Jahren wird die Messe zum Selbstläufer“, orakelt der Wirtschaftsförderer der Stadt Ronnenberg während der Eröffnung der Ausbildungsmesse „startklar“ in der Marie Curie Schule am Donnerstagmittag. Seine gute Laune ist jedoch begründet. Die Messe wächst. 29 Aussteller sind bei der dritten Auflage dabei, teils mit beeindruckend großen Ständen und großem Personalaufwand.

Zur Eröffnung hat der stellvertretende Schulleiter Rasmus Fredrich eine Botschaft an alle, die sich gerade Gedanken über eine Neuordnung der Berufsorientierung in den Schulen machen. „Wenn man sich hier umguckt, braucht man gar nicht lange zu konzipieren“, sagt er. Man müsse einfach nur Ausbildungsberufe und Schüler zusammenbringen. 300 Mädchen und Jungen der 8. bis 10. Klassen an der Marie Curie Schule hatten nach entsprechender Vorbereitung im Unterricht den Auftrag, sich auf der Messe über Unternehmen zu informieren. Wer am Ende trotzdem noch keine Idee habe, was er einmal werden möchte, habe zumindest etwas gelernt, erläuterte Nadine Neubauer, Leiterin des Hauptschulzweiges in der KGS.

Die „Kunden“ haben aber zum Teil bereits konkrete Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft. Kauffrau im Büromanagement möchte die 16-jährige Kira werden oder ein Lehramtsstudium beginnen. „Aber ich gucke hier, ob ich noch etwas anderes finde“, sagt sie. Der 13-jährige David tendiert eher in Richtung Polizei. „Ich habe hier erfahren, was ich dort konkret machen kann“, sagt er. Außerdem wisse er jetzt, was die Sterne auf den Schulterklappen der beiden Polizistinnen in der Aula bedeuten.

„Die Stände der Firmen haben sich gemausert“, erzählt Neubauer. Einige Aussteller haben große Messebauten mit bis zu zehn Mitarbeitern mitgebracht. „Als wir angefangen haben, standen bei manchen zwei Stühle und ein Tisch vor einem Poster“, erinnert sie sich. „Für unsere Schüler ist das ein riesen Angebot“, lobt Fredrich.

Aber auch die Unternehmen profitieren von der Messe. „Es sind große Firmen und große Namen gekommen“, sagt Jung. Unverständlicherweise fehlten aber ausgerechnet die Handwerksbetriebe, die in der jüngeren Vergangenheit immer wieder über fehlenden Nachwuchs klagten. Zumal eine Teilnahme durchaus erfolgversprechend ist, wie Dirk Osterwalder zu berichten weiß. Seine Firma, der Sanitärgroßhändler Holtzmann aus Empelde, hätte bereits zwei ehemalige Schüler der KGS ausgebildet. Natürlich folgten auf einen ersten Kontakt Betriebsbesuche und ein Praktikum, ehe es zum Vertrag komme, erklärt Osterwalder. Grundsätzlich seien solche Messen direkt in der Schule aber eine gute Sache und gebe heimischen Betrieben auch die Möglichkeit, sich zu zeigen.

Wenn sich diese Meinung bei den regionalen Betrieben durchsetzt, dürfte sich die Vision von Wirtschaftsförderer Jung für die Zukunft der Messe leicht erfüllen lassen.

Von Uwe Kranz

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