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Ronnenberg Neuer Vorstand feiert Kirchenjubiläum
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Neuer Vorstand feiert Kirchenjubiläum
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00:27 24.05.2018
Die Vorsitzende Claudia Hykel (von links) und ihre Vorstandskollegen Carsten Elies, Susanne Friedrich, Moritz von Münchhausen sowie Beiseitzerin Sabrina Brose freuen sich nach dem Gottesdienst vor der 275 Jahre alten Dorfkapelle auf das Gemeindefest. Quelle: Ingo Rodriguez
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Ihme-Roloven

Neuer Vorstand und ein altehrwürdiges Gotteshaus: Die Mitglieder der Kapellengemeinde Ihme-Roloven haben am Pfingstsonntag gleich zwei gute Gründe zum Feiern gehabt. In einem Festgottesdienst wurde zunächst der neue Kapellenvorstand feierlich in sein Amt eingeführt. Im Mittelpunkt einer ganztägigen Doppelveranstaltung stand jedoch das 275-jährige Bestehen der 1743 erbauten Dorfkapelle. Auf dem Programm standen deshalb nicht nur die kirchliche Einführungszeremonie und die Verabschiedung langjähriger Vorstandsmitglieder. Um das Kapellenjubiläum zu würdigen, war auch Superintendentin Antje Marklein nach Ihme-Roloven gekommen. Sie zählte nicht nur im Gottesdienst zu den Ehrengästen, sondern nahm auch an einem kleinen Gemeindefest auf dem Dorfplatz teil – mit Sektempfang, musikalischen Darbietungen, einem gemeinsamen Mittagessen und Kinderaktionen.

Die neue Vorsitzende Claudia Hykel zeigte sich nach dem Gottesdienst vom großen Publikumszuspruch begeistert. „Es waren 95 Erwachsene und zehn Kinder in der Kapelle“, sagte Hykel nach der Zeremonie mit instrumentaler Begleitung. Superintendentin Marklein hatte nach der Verabschiedung von Vorstandsmitglied Ellen Körber und der Amtseinführung des neuen Vorstands auch noch einmal auf die Geschichte und Entwicklung des 275-jährigen Gotteshauses zurück geblickt. Die wichtigsten Eckdaten sind noch heute im Hauptstaatsarchiv Hannover dokumentiert. Demnach hatten die früheren Gemeinden Ihme und Roloven im Jahr 1743 beantragt, „in der Mitte zwischen den beiden Dörfern eine Kapelle bauen zu dürfen, damit die alten, schwachen Leute und die Kinder Gott dienen und danken können, namentlich wenn im Winter wegen der Nässe der Weg zur Kirche nach Ronnenberg kaum zu gehen ist“. Eingeweiht und gesegnet wurde der Neubau am 11. Mai 1745.

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Beim Sektempfang nach dem Gottesdienst erinnerten Hykel und Vorstandsmitglied Susanne Friedrich an Projekte der jüngeren Vergangenheit – wie die Glockensanierung im Jahr 2009 und die Anschaffung eines neuen Abendmahlgeschirrs. Was der Vorsitzenden Hykel für die bevorstehende sechsjährige Amtszeit wichtig ist, fasste sie nach einer kräftigen Gulaschsuppe zusammen. „Die Kirche soll auch weiterhin im Mittelpunkt des Dorflebens stehen“, sagte Hykel. Es sei das Bestreben des Vorstands, ein aktives Gemeindeleben für junge und alte Menschen anzubieten. Das habe sie sich für die derzeit 400 Mitglieder zählende Kapellengemeinde vorgenommen. Als Beispiel für gelebte Nachwuchsarbeit nannte Hykel eine Gruppe aktiver Mütter, die mit einer Diakonin Kindergottesdienste vorbereite.

Die Besucher verweilen beim Gemeindefest in entspannter Atmosphäre und klönen. Quelle: Ingo Rodriguez

Auch beim Gemeindefest gab es altersübergreifende Angebote: Während die Erwachsenen auf dem Dorfplatz in entspannter Atmosphäre klönten und den Darbietungen des Seniorenbläserchors Ronnenberg lauschten, konnten sich Kinder im hinteren Bereich des Dorfmittelpunktes Glitzertattoos aufmalen lassen, bei Wurfspielen mitmachen und riesige Seifenblasen pusten.

Hinter dem Dorfplatz lassen sich Kinder Glitzertattoos aufmalen. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez