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Ronnenberg Auch Landtagsgrüne lehnen Menke-Pläne ab
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Auch Landtagsgrüne lehnen Menke-Pläne ab
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00:16 14.05.2019
Anja Piel (Mitte) schildert den Ronnenbergern die Eindrücke, die sie an der Kalihalde gesammelt hat. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Ein Quartett aus der Landtagsfraktion der Grünen um die Vorsitzende Anja Piel hat die Kalirückstandshalde in Ronnenberg besichtigt. Während einer Sprechstunde mit rund 65 Bürgern im Foyer der Marie Curie Schule positionierten sich die Politiker anschließend klar gegen die Pläne der Firma Menke Umwelt Service auf dem Haldenrest Bauschutt abzulagern. Piel bezeichnete die angestrebte Vorgehensweise als „ein Verfahren aus den Fünfzigerjahren“.

„Die Halde liegt im innersten Siedlungsgebiet“

Wie alle anderen Politiker, die zuvor die Halde besucht hatten, waren auch die vier Landtagsabgeordneten beeindruckt von der tatsächlichen Nähe zur Wohnbebauung. „Der Besuch war wichtig“, sagte Belit Onay. Die Halde läge im innersten Siedlungsgebiet Ronnenbergs. Zudem hebe eine Abdeckung der Halde die Grundwasserverseuchung des Grundwassers aufgrund ausgewaschenen Salzes nicht, wie Detlev Schulz-Hendel ergänzte, „es wird nur verzögert“.

Während der Diskussionsrunde mit den Anwohnern ging es unter anderem auch um einen alternativen Umgang mit der Halde. Vorgeschlagen wurden der Abtrag und die Einlagerung des Salzes in anderen Bergwerken oder in den Gaskavernen in Empelde nach Ablauf der dortigen Nutzungszeit. Aber auch die Rückgewinnung des Salzes zu Industriezwecken wurde genannt. Jens Williges, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt, schlug der Firma Menke vor, ihre Angebotspalette in dieser Richtung zu erweitern.

Jens Williges (links) erklärt den Landtagspolitikern die Lage der Halde anhand eines Luftbildes. Quelle: Uwe Kranz

Seine Parteikollegen aus dem Landtag wollen dort nun gegen das Menke-Vorhaben „Druck machen“. Am Rande des Plenums wollen Piel, Onay, Schulz-Hendel und Eva Viehoff in Gesprächen andere Politiker auf die „Sondersituation“ in Ronnenberg aufmerksam machen. Auch mit Umweltminister Olaf Lies (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sollen Gespräche gesucht werden. „Es darf nicht über die Abfallwirtschaft eine Hintertür für Menke geöffnet werden“, sagte Piel. „Wir gehen mit einem klaren Auftrag nach Hause.“

Email sorgt für Ärger und Kopfschütteln

Nicht beirren ließen sich die Politiker in ihrer Meinung von einer E-Mail einer PR-Agentur im Namen der Firma Menke, die Piel kurz vor ihrem Besuch erreicht hatte. Der Inhalt, den Williges im Schulfoyer vortrug, sorgte bei den Ronnenbergern für Kopfschütteln bis Ärger. Die Agentur warf der örtlichen Bürgerinitiative und den Politikern vor, mit falschen Informationen und Unwahrheiten zu argumentieren. Piel sagte, sie vermisse ein Anzeichen für die von dem Unternehmen angekündigte Kommunikationsbereitschaft. „Ich sehe darin keine Angebote an die Bevölkerung.“

Von Uwe Kranz

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