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Ronnenberg Biber lässt sich in der Ihme nieder
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Biber lässt sich in der Ihme nieder
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00:16 06.12.2018
In der Ihme hat der Biber bereits einen beachtlichen Damm errichtet. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Der neue Ronnenberger Einwohner macht sich rar. Von ihm selbst ist nicht viel zu sehen. Allerdings zeugen viele Spuren im Umfeld seines neuen Zuhauses von seinen umtriebigen Aktivitäten wenn es dunkel ist. Viele Bäume und Sträucher am Ufer der Ihme weisen die Hinterlassenschaften der scharfen Zähne des pelzigen Zeitgenossen auf. Beeindruckend ist auch das Bauwerk, das er völlig ohne Genehmigung der Stadtverwaltung errichtet an. Alles das zeigt ganz eindeutig: Ein Biber hat sich in der Ronnenberger Ihme angesiedelt.

Einen beachtlichen Damm hat der kleine Nager bereits in das Batt des Flusses eingefügt. „Er baut jede Nacht“, erzählt Rainer Tubbe, Naturschutzbeauftragter der Stadt Ronnenberg. Zu sehen ist der Biber allerdings nicht. Als Architekt, Baustellenleiter, Baustofflieferant und Handwerker in einem agiert der Pelzträger stets in der Dunkelheit. Tubbe setzt auf die Rücksichtnahme der Ronnenberger: Auch wenn der Biber seine neue Heimat umweit von Straße und Spazierwegen gewählt hat, sollten Neugierige und Spaziergänger dem Tier seine Privatsphäre zugestehen und die Bauten unangetastet lassen, lautet sein Appell.

Tubbe, der auch Vorsitzender des Nabu in Ronnenberg ist, wertet die Ansiedlung des Bibers als Aussage über die biologische Qualität des Wassers. Das Tier schaue sich die Örtlichkeiten genau an, ehe er sich ansiedelt. Bereits eine Elektrobefischung des Gewässers hatte diesen Trend im vergangenen Sommer angedeutet, als sich feststellen ließ, dass sich der Fischbestand in der Ihme deutlich erholt hat.

„Mit seinem Revier trägt der Biber zur Steigerung der Artenvielfalt bei und schafft vielen anderen Tierarten in diesem Bereich, wie dem Eisvogel, dem Schwarzstorch, der Ringelnatter, aber auch vielen Amphibien einen neuen Lebensraum“, heißt es in einer Mitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zur Ausbreitung der Pelzträger. Dass diese Tiere eine enorme Gestaltungskraft besitzen, zeigt sich auch bereits beim Ronnenberger Biber. Oberhalb des Dammes staut sich nicht nur das Wasser zu einem beachtlichen Teich, auch die Nagespuren, teilweise auch an gestandenen Kopfweiden, sind unübersehbar.

Biberdämme verwandelten reine Fließgewässer in ein System aus unterschiedlich großen Teichen und dazwischen liegenden Fließgewässerstrecken, auf denen Fische Biberdämme umwandern können. Im Gegensatz zu vielen von Menschen gemachten Barrieren würden Biberdämme die Durchgängigkeit der Gewässer nicht beeinträchtigen, heißt es vom BUND.

Tubbe rechnet damit, dass es sich beim Ronnenberger Biber noch um ein Jungtier handelt. Nach den Störchen, die seit zwei Jahren wieder in Vörie brüten, ist dies die zweite Art seltener Tiere, die innerhalb kurzer Zeit in Ronnenberg heimisch wird. „Wir freuen uns über diese Bereicherung, erklärt der Naturschutzbeauftragte, selbst wenn sich der Biber weiter rar macht und – anders als den Storch – nur wenige zu Gesicht bekommen werden.

Von Uwe Kranz

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