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Ronnenberg Bürgermeisterin bittet Ratsleute hinaus
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Bürgermeisterin bittet Ratsleute hinaus
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00:20 23.05.2019
Diese Fläche des Baugebietes Hohefeldstraße ist in den Diskussionen strittig. Quelle: Uwe Kranz
Ihme-Roloven

Das hatten sich die Ratspolitiker anders vorgestellt. Insgesamt sechs Mitglieder der Fraktionen von SPD und Grünen hatten sich auf den Weg nach Ihme-Roloven gemacht, um im Anschluss an die öffentliche Ortsratssitzung an einer nichtöffentlichen Besprechung der Verwaltungsspitze mit den örtlichen Politikern über das geplante Neubaugebiet Hohefeldstraße beizuwohnen. Doch daraus wurde nichts. Bürgermeisterin Stephanie Harms bat alle Personen, die keine Einladung erhalten hatten, den Raum zu verlassen.

Gegner wollen andere Fläche als Baugebiet entwickeln

Der Hintergrund: Seit die Verwaltung am 5. März eine Erweiterung des Baugebietes Hohefeldstraße vorgestellt hatte, kochen die Emotionen im Dorf hoch. Kritiker, angeführt von früheren Ortsratsmitgliedern, wünschen sich stattdessen die Entwicklung einer Fläche an der Hiddestorfer Straße, zumindest aber eine Reduzierung des Gebiets an der Hohefeldstraße auf die ursprünglich geplante Größe. Beides steht aber entgegen der Motivation der Verwaltung, möglichst bald bezahlbares Bauland in Ihme-Roloven zur Verfügung zu stellen.

Rund 30 Bürger waren diesmal zur Ortsratssitzung erschienen, wohl auch, um Neuigkeiten zu diesem Thema zu erfahren. Doch die Verwaltung hatte die Beratungen zum Baugebiet mit Blick auf die nicht öffentliche Beratung von der Tagesordnung genommen. Doch auch während der Einwohnerfragestunde blieben Anfragen aus. Lediglich Wolfgang Hartmann aus dem Lager der Gegner meldete sich und übergab eine Liste mit 186 Unterschriften.

Ratsleute müssen das Dorfgemeinschaftshaus verlassen

Nach einer kurzen Pause, in der die Bürger das Gemeinschaftshaus verließen, sollte dann in einem engen Zirkel das Thema erneut besprochen werden. Die Ratsleute Dieter Schur, Fabian Hüper, Helga Benne-Serbent und Rüdiger Wilke von der SPD sowie die Grünen Andreas Beichler und Uwe Buntrock blieben allerdings sitzen, um der Beratung beizuwohnen. Harms lehnte dies ab. Es seien persönliche Einladungen an die gewünschten Teilnehmer. Es wäre unfair gegenüber allen anderen Ratsleuten, die nicht erschienen seien. Die Bürgermeisterin bat deshalb die sechs Stadträte zu gehen.

Ein Affront, wie Buntrock beurteilte. Gemeinsam mit Schur, Benn-Serbent, Hüper und Beichler stand er „noch eine ganze Weile zusammen“, um über das Erlebte zu beraten. Das Vorgehen der Bürgermeisterin habe „insgesamt Geschmäckle“, wie er meint. Allerdings habe Buntrock schweren Herzens einsehen müssen, dass es in der Sache wohl der richtige Weg sei, die Dinge zunächst innerhalb des Dorfes zu besprechen, um weitere Verwerfungen in der Dorfgemeinschaft zu verhindern – selbst wenn es „blöd“ sei, als Ratsmitglied herauskomplimentiert zu werden.

Stadt muss für „theoretischen Konsens“ Hausaufgaben erledigen

Ein Ergebnis der Beratung ist indes noch nicht bekannt. Das Gespräche sei effizient gewesen, urteilte Bürgermeisterin Harms. Beide Seiten hätten Kompromissvorschläge gemacht, zwischen denen es auch eine „Schnittmenge“ gebe. Die Verwaltung müsse nun noch weitere Hausaufgaben erledigen, damit die „theoretische Konsenslösung in die Praxis umgesetzt“ werden könne. Das würde, nach Hoffnung der Bürgermeisterin, auch die Stimmung im Dorf beruhigen, da durch die angestrebte Lösung „beide Parteien gewinnen“ würden.

Wenn alle Fragezeichen beseitigt sind, werde zunächst wieder Ortsrat informiert. Im direkten Anschluss werde dann die öffentliche Beratung fortgesetzt.

Alle aktuellen Themen aus Ronnenberg finden Sie unter haz.de/ronnenberg.

Von Uwe Kranz

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