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Ronnenberg Freitzeitweg kommt vor Alltagsweg
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Freitzeitweg kommt vor Alltagsweg
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13:58 13.11.2018
Die Arbeiten am Alltagsradweg sollen an der Brücke hinter der Bushaltestelle beginnen. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Eine besonders umstrittene Baumaßnahme steht vor seiner Umsetzung. Am Montag endete die Auslage des Planfeststellungsbeschlusses für den neuen Radweg entlang der Kreisstraße 221 (Deveser Straße) zwischen Ronnenberg und Devese. Nun könnte gebaut werden. Den Start der Arbeiten hat die Region jetzt aber ins Jahr 2019 verschoben. Derweil beginnt die Stadt Ronnenberg mit der Herrichtung der alten Verbindung für Radfahrer zwischen den beiden Orten.

Die Stadtverwaltung hatte im Laufe der Diskussion um den Bau des neuen Alltagsradweges entlang der Straße die Instandsetzung des alten Freizeitradweges in Aussicht gestellt. Die nötigen Mittel dafür waren im Haushalt 2018 dafür bereits vorgesehen. Vor der Umsetzung sollte jedoch die Planfestellung für den Neubau abgewartet werden. Am Montag, 19. November, sollen nun die Instandsetzungsarbeiten der Verbindung am Deveser Kirchweg beginnen. Um eine Oberflächenbegradigung zu erreichen, sollen die vorhandenen Wegeflächen abgefräst und mit Mineralgemisch erneuert werden. Ausführende Firma ist die Deister Top GmbH aus Barsinghausen.

Die Arbeiten beginnen an der Einmündung Ihmer Landstraße (vor der Brücke zur Kückenmühle) und erstrecken sich auf rund 800 Meter bis zum Beginn des Loydbrunnenweges. Sie werden, nach Planung der Verwaltung, witterungsabhängig etwa ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen und etwa 20.000 Euro kosten. Radfahrer werden in dieser Zeit gebeten, den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren.

Wann mit dem Neubau an der Kreisstraße begonnen werden kann hängt indes vom Winterwetter ab. „Wir haben keinen Zeitdruck, hoffen aber, dass es nicht April wird“, sagte Conrad Finken, vom Fachbereich Tiefbau der Region. Eigentlich hätten die Arbeiten noch vor Weihnachten beginnen sollen. Am Anfang von allen Planungen steht die Verbreiterung der Ihme-Bücke in der Nähe der Kreuzung zum Ortseingang von Ihme-Roloven. Dagegen legte die Stadt Ronnenberg als Untere Verkehrsbehörde allerdings ihr Veto ein.

Es gebe derzeit in und um Ronnenberg zu viele Baustellen, begründete Wolfgang Zehler die Entscheidung. Die Belastung für die Bürger sei schon jetzt erheblich. „Andere Baustellen müssen erst mal abgeschlossen sein“, sagte der Fachbereichsleiter der Stadt. Nicht zuletzt die Vollsperrung der L 389 zwischen Linderte und Hiddestorf erhöhe die Verkehrsbelastung rund um Ihme-Roloven.

Dafür zeigte auch die Region Verständnis, zumal für die Arbeiten an der Brücke eine halbseitige Sperrung mit Ampelsteuerung sowie für die Asphaltierarbeiten eine zweitägige Vollsperrung notwendig sei, wie Finken erklärt. Die Planer hoffen nun, Ende Januar 2019 mit der Verbreiterung der Brücke beginnen zu können. „Alles weitere kommt danach“, sagte Finken. Darin eingeschlossen ist auch die Umgestaltung der Kreuzung Deveser Straße/Wettberger Straße.

Das Gesamtprojekt der Region zum Bau eines Alltagsradweges mit ausreichender sozialer Kontrolle und Witterdienst hatte bundesweit Berühmtheit erlangt und es sowohl ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes sowie in die NDR-Satiresendung „Extra 3“ im Fernsehen geschafft.

Von Uwe Kranz

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