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Ronnenberg Große Hilfsbereitschaft für Brandopfer
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Große Hilfsbereitschaft für Brandopfer
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14:04 25.01.2019
Die Haushälfte, in der sich die Fleischerei Knigge befindet, ist weitgehend von den Folgen des Brandes verschont geblieben. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Nur wenige Minuten, nachdem sich das Ausmaß des Brandes in der Straße Hagacker am Donnerstagabend abgezeichnet hat, ist auch Stephanie Harms an der Unglücksstelle eingetroffen. Die Ronnenberger Bürgermeisterin war tags darauf von der Hilfsbereitschaft der Ronnenberger begeistert. „Die Zusammenarbeit war schön anzusehen“, sagte sie.

Dabei kamen den Helfern unter anderem auch kurze Wege am Einsatzort entgegen. So öffneten die Johanniter ihre auf der anderen Straßenseite gelegenen Räume, damit sich Opfer und Helfer aufwärmen können. „Sie haben auch immer wieder Kaffee und Süßigkeiten nachgelegt“, erzählt Harms. Gemeinsam mit dem ebenfalls benachbarten DRK bewältigten die Mitglieder des Rettungsdienstes die weitere Verköstigung der Beteiligten mit Suppe und Kaltgetränken. „Das war wirklich klasse“, schwärmte Harms.

Aber die Johanniter mussten auch noch ganz andere Nöte lindern. „Die Bewohner haben teilweise keine Unterhosen oder Socken mehr“, schildert Harms die Folgen des Brandes für die Betroffenen. „Wir haben einem Bewohner mit Kleidungsstücken aus unserem Übungsfundus ausgeholfen“, erzählt Johanniter Marcel Schwarzenberger. Anschließend sei der Mann in einer Wohnung am Seegrasweg in Empelde untergebracht worden. Der Betreuer der Wohnanlage für die Stadtverwaltung war als Mitglied der Feuerwehr Empelde ebenfalls am Einsatzort und konnte spontan helfen.

Die Wohnung am Seegrasweg sei teilmöbliert, berichtet Harms. Zudem konnten die Helfer auf so genannte Erstausstattungen für Flüchtlinge zurückgreifen. Die weiteren Bewohner des Brandhauses kamen laut Bürgermeisterin fürs Erste bei Freunden und Verwandten unter. Die zwei Bewohner des Dachgeschosses wurden dagegen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Etliche Ronnenberger Bürger seien spontan auf die Straße gekommen, um zu helfen, schwärmte Harms. Einer habe sogar eine Ferienwohnung als Unterkunft angeboten. Wer die Opfer unterstützen möchte, kann dies über das von der Verwaltung eingerichtete Spendenkonto (siehe Kasten) tun. Derweil hat die Stadt mit Dietmar Volker einen Ansprechpartner für die Opfer benannt, der den Geschädigten unbürokratisch im Verwaltungsdickicht behilflich sein soll.

Auch für die Mitarbeiter des Bauhofes gab es einen nächtlichen Einsatz. Sie mussten die Straße abstreuen, da auf der Fahrbahn und den Gehwegen das Löschwasser gefroren war. Harms lobte auch den Einsatz der Feuerwehrleute, die es „geschafft haben, eine Haushälfte zu retten“. Dieser Gebäudeteil ist augenscheinlich fast ohne Schäden davongekommen. Selbst die Fleischerei im Erdgeschoss konnte am Freitagvormittag wieder den normalen Verkaufsbetrieb aufnehmen.

Von Uwe Kranz

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