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Ronnenberg Förderung: So können Anlieger sich vor Bahnlärm schützen
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Förderung: So können Anlieger sich vor Bahnlärm schützen
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14:42 28.08.2019
Im Januar errichteten die Kolonnen die Lärmschutzwände in Empelde - hier am Haltepunkt. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Die Deutsche Bahn setzt ihre Lärmsanierung im Stadtgebiet von Ronnenberg fort. Zu Beginn dieses Jahres baute das Unternehmen im Rahmen des „Sonderprogramms zur Minderung der Verkehrsbelastung an besonders lärmbelasteten Schienenwegen“ in Empelde bereits Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie. Diese Maßnahme wird 2020 in den Stadtteilen Ronnenberg und Weetzen fortgesetzt.

Das Programm, das vor allem die Belastung der unmittelbaren Nachbarn verringern soll, umfasst aber auch die Umsetzung individueller Lärmsanierungsmaßnahmen an den in Gleisnähe befindlichen Gebäuden, wie zum Beispiel den Einbau von Schallschutzfenstern und gedämmten Belüftungsanlagen. In einem ersten Schritt hat die Bahn Gebäude und Wohnungen in den Stadtteilen Empelde, Ronnenberg und Weetzen ermittelt, die den zulässigen Lärmsanierungsgrenzwert überschreiten und vor dem 1. April 1974 erbaut wurden, beziehungsweise einem Bebauungsplan zuzuordnen sind, der vor diesem Datum rechtsverbindlich wurde. Damit erfühlen diese Häuser die Anforderungen für eine Förderung.

Unterlagen werden derzeit an die Eigentümer verteilt

Derzeit verteilt die Stadt Ronnenberg an die betroffenen Eigentümer die erforderlichen Unterlagen, die diese benötigen, um ihre Teilnahme am Programm anzumelden. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Der Bund übernimmt 75 Prozent der förderfähigen Kosten. Wer sein Interesse anmeldet, kann zunächst zur Beurteilung der Lärmsituation in den Wohnräumen einen Vor-Ort-Termin mit einem von der Bahn beauftragten Ingenieurbüro vereinbaren. Als Resultat erhalten die Eigentümer anschließend eine schalltechnische Objektbeurteilung kostenlos zugeschickt. Auf dieser Basis entscheidet der Eigentümer dann über eine mögliche Realisierung.

Den Abschluss des Baus der Lärmschutzwände in Empelde begingen Vertreter von Stadtverwaltung und Bahn gemeinsam. Quelle: privat

Gut 1700 Kilometer von insgesamt 3700 Streckenkilometern, die als besonders laut eingestuft sind, wurden bislang mit Mitteln aus dem freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes entsprechend umgerüstet. Dafür wurden seit Beginn des Programms vor rund 20 Jahren 700 Kilometer Schallschutzwände errichtet und über 58.400 Wohnungen mit passivem Lärmschutz wie Schallschutzfenstern ausgestattet. Insgesamt haben Bund und Bahn dafür bislang mehr als 1,3 Milliarden Euro investiert.

Für Fragen zu dem Förderprogramm und dem weiteren Ablauf der Lärmsanierung in Ronnenberg steht das Ingenieurbüro as-Beratung in Immissionsschutz unter Telefon (02972) 364 841 0 oder per E-Mail an mail@immissionsberatung.de zur Verfügung. Es wird darauf hingewiesen, dass nur die informierten Eigentümer einen Anspruch auf eine Lärmsanierung haben.

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Von Uwe Kranz

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