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Ronnenberg Ist schon Herbst? Hitze macht Bäumen im Stadtgebiet zu schaffen
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Ist schon Herbst? Hitze macht Bäumen im Stadtgebiet zu schaffen
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18:49 28.08.2019
Ist es schon Herbst? Die Bäume an der Normannischen Straße werfen eine große Anzahl an Blättern ab. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Mancherorts sieht es in diesem Tagen aus wie im Herbst. Viele Bäume werfen schon jetzt eine große Anzahl ihrer Blätter ab. Das ist eine Reaktion der Pflanzen auf die lange Trockenheit. Die Folgen dieses Wassermangels untersuchen Mitarbeiter des stätischen Bauhofes im gesamten Stadtgebiet. Allerdings schauen sie bei ihren Kontrollen nicht nur darauf, welche Bäume besonders durstig sind.

Jeder Baum wird unter die Lupe genommen

Die verstärkte Baumkontrolle ist eine Aufgabe, die sich direkt aus dem Grünflächenkonzept der Stadt ableitet. Besondere Wetterlagen machen es notwendig, dass auch die großen und teilweise schon sehr alten Bäume genauer unter die Lupe genommen werden müssen. Nicht zuletzt nach einem tödlichen Unfall am Rande des Maschseefestes in Hannover vor zwei Jahren ist diese Aufgabe in den Fokus gerückt. Damals war einem Mann bei stürmischem Wind ein Ast auf den Kopf gefallen.

Aber nicht nur auf möglichen Astbruch müssen die Bauhofmitarbeiter bei der Baumkontrolle achten. Im zweiten Jahr mit anhaltender Trockenheit sagt auch die Färbung des Laubes viel über die Konstitution der Pflanzen aus. Aufgrund des Regenmangels hat die Stadt Neuanpflanzungen verschoben. „Aber auch Altbäume geraten unter Stress“, erklärt Bauhofchef Björn Gaschler. Sie ließen die Blätter fallen, um mit geringerer Oberfläche auch ihren Verdunstungsgrad zu verringern. In manchen Bereichen, wie der Rasenfläche am Schacht-Albert-Denkmal in Ronnenberg zum Beispiel, hat sich bereits eine fast flächendeckende Laubschicht gebildet.

3000 Bäume stehen unter städtischer Aufsicht

Seit dem 31. Juli nehmen sich die Bauhofmitarbeiter nun jeden einzelnen städtischen Baum in den verschiedenen Ortsteilen vor. Rund 3000 Bäume stehen im öffentlichen Bereich, knapp 50 können sie an einem Tag schaffen. „Das ist schon eine Hausnummer“, beurteilt Gaschler den Umfang der Aufgabe. Im Blick haben seine Mitarbeiter dabei auch immer mögliche Schäden, die die Gewächse möglicherweise an Gehwegen, Straßen und Privatgrundstücken mit ihren Wurzeln anrichten. „Der Zustand ist bislang ordentlich“, fasste der Bauhofchef in einer ersten Zwischenbilanz der Baumschau zusammen, schränkte aber gleich deren Aussagekraft ein: „Das muss nicht so bleiben.“ Schließlich sind noch mehr als zwei Drittel der Bäume zu beurteilen.

Mit solchen Nummern werden die kontrollierten städtischen Bäume versehen. Quelle: Uwe Kranz

Am Ende erhält jeder Stamm seine eigene Visitenkarte. Mit einem Nagel wird ein Schildchen mit einer Nummer am Baum befestigt – in einer Höhe, die nicht ohne Weiteres für jedermann erreichbar ist, um die Markierungen vor Zerstörung zu bewahren. Mit diesen Marken dürfte dann die Dokumentation der Entwicklung jeden einzelnen Baumes in der Zukunft leichter fallen.

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Von Uwe Kranz

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