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Ronnenberg Ihme-Rolovener streiten über neues Baugebiet
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18:04 10.04.2019
Wolfgang Zehler erklärt für die Verwaltung, wie der Stand der Planung für das Baugebiet ist. Quelle: Uwe Kranz
Ihme-Roloven

Wie verhärtet die Fronten in Ihme-Roloven inzwischen sind, verdeutlichte das Plädoyer von Jörg Garbe zu Beginn einer Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung im Feuerwehrhaus am Dienstag. „Eines darf nicht passieren: dass das Dorf auseinanderdriftet“, sagte der CDU-Politiker. Egal wie der Streit um das geplante Neubaugebiet Hohefeldstraße ausgehe, solle niemand nachtragend sein.

Der Ortsrat hatte Anfang März den Beschluss zur Einleitung eines „frühzeitigen Beteiligungsverfahrens der Öffentlichkeit“ für das Neubaugebiet verschoben. Der Grund war eine Erweiterung des Areals, die der Ortsrat zwar zuvor befürwortet hatte, die aber der Öffentlichkeit noch nicht erläutert worden war. Das holte die Verwaltung nun vor rund 60 Mitgliedern beider Lager – Befürworter und Gegner des Entwurf – nach.

Ziel: Bezahlbaren Baugrund zeitnah entwickeln

Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter für Stadtplanung, leitete den aktuellen Planungsstand aus einem Auftrag des Ortsrates ab, möglichst bald bezahlbaren Baugrund für junge Familien zur Verfügung zu stellen. Als eines von zwei möglichen Baugebieten, die im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zur Realisierung vorgesehen sind, sei das Areal Hohefeldstraße deshalb in den Fokus gerückt. Die Erweiterung der Fläche sei notwendig geworden, um die Erschließungskosten im Verhältnis zur Gesamtfläche zu verringern. Der Grundstückspreis sinke damit von 220 Euro auf 160 Euro pro Quadratmeter.

Der Teil des Baugebietes nordöstlich des Betonweges erzürnt viele Einwohner von Ihme-Roloven. Quelle: Uwe Kranz

Die Gegner des Entwurfs, unter denen sich auch einige ehemalige Ortsratsmitglieder wiederfinden, lehnen vor allem die Erweiterungsfläche ab. Dass ohne diese Fläche die Grundstückspreise deutlich steigen würden, sei nicht erheblich, argumentierten sie. Weitere Probleme wie höheres Verkehrsaufkommen, Schulwegsicherung und Durchfahrtmöglichkeiten für landwirtschaftliche Fahrzeuge sollen im weiteren Verfahren gelöst werden, versprach Zehler und rief die Ihme-Rolovener auf, am weiteren Planungsverlauf aktiv teilzunehmen.

Gegner wollen lieber Baugebiet an der Hiddestorfer Straße

Insgesamt wurde aber deutlich, dass die Mehrheit der Gegner viel lieber das zweite im ISEK vorgemerkte Areal in der Dorfmitte an der Hiddestorfer Straße entwickeln würde. „Alles, was der Ort braucht, ist da zu realisieren“, erklärte auch Ortsbürgermeister Hans-Hermann Fricke. Warum er dies nicht schon im früheren Stadium der Baugebietsplanung deutlich gemacht hat, blieb in der Versammlung allerdings offen. Letztlich war der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet Hohefeldstraße am 25. Oktober 2017 im Ortsrat einstimmig gefasst worden.

Zehler stellte fest, dass das Gebiet an der Hiddestorfer Straße in jedem Fall weiter eine Rolle in der Dorfentwicklung spiele. Allerdings bedürfe die dortige Planung aufgrund der besonderen Bedeutung für den Ort eines öffentlichen Diskurses und eines städtebaulichen Rahmenplanes. „Darüber muss man sich mehr Gedanken machen“, sagte er. Er versprach, dass alle gemachten Einwendungen zur Hohenfeldstraße aufgenommen worden seien und bei der weiteren Planung mit einbezogen würden.

Politik muss nun abwägen

Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms verwies darauf, dass nun die Politik im Orstrat und dem Rat der Stadt abwägen müsse. Möglich sei es, an der Planung für die Hohefeldstraße festzuhalten, die abgespeckte Version ohne die Zusatzfläche zu realisieren oder sich auf die Fläche an der Hiddestorfer Straße zu konzentrieren. Die nächste Sitzung des Ortsrates ist am Mittwoch 15. Mai angesetzt.

Alle aktuellen Themen aus Ronnenberg finden Sie unter haz.de/umland/ronnenberg.

Von Uwe Kranz

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